Fenster 16z
Fenster von dieser Art hießen spacuiaria, denn derStein hieß dei den Alken b.spis ojZöouiaris. Man fandsie in den Hauplzimmern großer Häuser, in den Säu-lengangen, in den Tragsänfkcn rc. Außerdem machteman auch Fenster von Papier, Leinwand und Horn.Die Griechen und Römer brachten in ihren Wohngebäu-den und Böden die Fensteröffnungen allemal in der Hohean. Sie waren in den ältesten Zeiten sehr enge, undglichen zuweilen nur kleinen Spalten. Sobald man be-quemere Wohnungen überhaupt bauete, wurden auch dieFenster vergrößert, um mehr Licht zu erhalten, und Aus-sicht zu haben; und um im Sommer Kühlung in dasZimmer zu bringen, im Winter aber es von der, durchdie, mit durchsichtigen Hüllen verschlossene Fenster herein«scheinende Sonne, erwärmen zu lassen. In den Land-häusern des Plinius, Laurenkinum und Tusci , be-fanden sich verschiedene Zimmer mit vielen und große»Fenstern. > In den Stadtgebäuden gingen die Fensternach dem Hofe, und gegen die Straße. In den Ruinender Stadt Pompeji findet man aber wenig Gebäude,die gegen die Gasse Fenster haben, und wo man sie jaantrifft, da sind sie so hoch angebracht, daß sie nichtzur Aussicht, sondern nur zur Einlassung des Lichts die-nen konnten. Die, um die Höfe herumliegenden Woh-nungen hatten gar keine Feilster, sondern erhielten ihrLicht durch die geöffnete Thür; nur die gegen dir Gär-ten gerichteten Zimmer hatten Fenster. In den Ruine»von der Villa des Kaisers Hadrian zu Tivvli, findetman in keinem einzigen Gewölbe oder Zimmer Fensteröff-nungen. Das Licht kam also entweder durch dir Oeff-nung des Gewölbes, oder durch die Thüren hinein. Dielangen Gänge oder Gallerten der Römer, die halb unterder Erde angelegt waren, hatten nur an beiden EndenLicht, baß durch ein« Art von Schließloch vberwärts