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Französische Sprache
getrennt! und ist seitdem nie wieder mit demselben verei,niqk worden. — Bis auf diese Zeit ist in der Geschichtenoch nicht von Fr-anzosen, oder einem französischen Reiche die Rede. - ^ Es sind Franken , und nach allem,was ihnen eigenthümlich war, Deutsche , welche injedem Theil des fränkischen ^Reichs dir herrschende Na,tion vorstellten. Man würW sehr irren, wenn man sa,gen wollte, daß Carl der Große, und andere fränki-sche Fürsten dieses Zeitalters, Franzosen gewesen wä-ren, da ihre Sprache, Sitten, Meinungen und Namenselbst so augenscheinlich deutsch."gewesen sind; doch fingin den spätern Jahrhunderten des Zeitraums vom Jahre486 — 887 die nachmals sogenannte französischeSprache, bereits an, sich in Westfranken zu bilden.In diesem Theile des, ehemaligen Galliens , das über§00 Jahre den Römern gehorcht halte, verfiel nachund nach mit ! ihrer Oberherrschaft auch ihre Sprache.Die Gallier/ und die Römer selbst unter ihnen, gedrängtund'^ überwunden von Westgothen, Burgundern undFranken , mit denselben vermischt, und an ihre Töneimmer mehr gewöhnt, wichen von der Reinigkeit, Rich-tigkeit und guten Aussprache der lateinischen Sprache,die ohnehin schon seit einiger Zeit an allen diesem gelit-ten hatte, nunmehro desto häufiger und schneller ab. Esentstand eine Mundart, darin Worte, Klang undBedeutung noch großentheils alt-römisch, aber auch vieleneue Wörter,, neue Endigungen, überhaupt Verfälschun-gen und Verstümmelungen ohne Zahl waren. Mannannte es daher anfänglich das B auern - Latein, weilts hauptsächlich bei dem gemeinen Hausen, der stets dieSprachen am ersten verdirbt, gebräuchlich war. Ebendeswegen wurde es auch in Kurzem die gemeine Spra,che der Westfranken, obgleich die deutsche Mundartder Franken sich bei diesen keineswegeS sogleich verlohr.