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Fünfter Band, welcher die Supplemente zu den vorgehenden 4 Bänden enthält. A - Z.
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F-rauenzimmerkrankHeitm 175

Als-daher die beiden Brüdcr und Königs, Ludwigund Carl der Kahle sich einander öffentlich vor ihrenKriegsherren mit einem Eide fernern Beistand wider ih-ren unruhigen ältesten Bruder versprachen, bediente sichLudwig dabei des Bauern Lateins, das man auch' fälschlich die römische Sprache nannte, weil CarlsSoldaten ihn auf diese Weiss am besten verstanden; sowie Carl in gleicher Hinsicht für Ludwigs Heer sichin der fränkischen Sprache ausdrückte. Aber es hatviele Jahrhunderte gewährt, und es sind noch starke Zü-rn i s cd u n g e n von andern Sprachen vorher erfolgt, ehedie französische ihre jetzige Gestalt und ihren Wohlklangerhalten hat. Vorzüglich ist sie seit der Mitte d«SXVII. Jahrh.-, seit den Zelten Ludwigs XIV. (164z)zu ihrer Vollkommenheit gelangt, und man hätte kaumerwarten sollen, daß' «ine, aus verdorbenem Latein,altgallischen, fränkischen, normannischen undandern Wörtern zusammengesetzte Sprache, wie dirfranzösische, die auch, sobald sie alle ihre Buch-'flaben in der Aussprache hören ließ, wie »s lange ge-wöhnlich war, einen sehr harten und rauhen Klanghatte, so fein. artig und geschmeidig werden könnte» alssie seit der Zeit erschienen ist. Genug, weder die bei-den Königl. Bruder, von denen vorher geredet worden,noch ihre Franken hatten die'ausgeartete lateini-sche Mundart zu ihrer angeborne» Sprache- wenn siegleich dieselbe verstanden, und redeten, Dir Fran,zosen sind also Deutschland , aus welchem ihre Vor-fahren gekommen sind, und der. deutschen Sprache,bereu sie sich lange Zeit bedient haben, desto mehr Dankschuldig.

Fra uenzi m merk rank hei ten. Hippokrates ist dererste, der über diesen Gegenstand geschrieben hat,Richter chirurg. Bibl. IV, S97.