Band 
Fünfter Band, welcher die Supplemente zu den vorgehenden 4 Bänden enthält. A - Z.
Seite
237
JPEG-Download
 

Interim

2Z7

die Kunstgriffe, welche von dieser Rechnung in den Hct.eruclitor. etc. in Auflösung herrlicherAufgaben.bin undwieder gebraucht worden', im Jahre 1707 größtentheilserklärt habe. "

Interim. Ist der Name eines Buchs, welches eine Ver-gleichurigsformel in der Religion zwischen den Römisch-Katholischen und Protestanten seyn sollte, nach welchemman sich auf, beiden Seiten, um Friede zu erhalten, rich-ten sollte, bis die Religionsstreitigkeiten aus einem allge-meinen Concilio verglichen seyn würden. Dies Buch istauf Kaiser 'Carl V. Befehl von Julius Pflug ,Mich. SidoniuS und Georg Agricola 1543 ver-fertigt, und zu Augsburg am 15. Mai publicirt worden.Mehlig Kirch. u. Ketz. Lex. I. 808. Jäger histor.stat. Zeit. Lex. I. 759.

Interpunktion. Die Gruchen hatten dreierlei Unter-scheidungszeichen, welche wenigstens die vornehmsten wa-ren: 1) 4-7«:,, bei den Römern Oistinctio, ein

Punkt, welcher an den obern Theil desjenigen Buch-stabens gesetzt wurde,, welcher der letzte in einer Periodewar. Dies Zeichen stimmte also mit unsrem Punkteüberein. 2) 'r7ro;,7«x, srikäistinctio vertrat die Stelleunsres Comma, und war ein Punkt, unten nebeneinem Buchstaben. z) (-7^ ein Punkt in

der Mitte, neben einem Buchstaben, etwa so viel alsunser Colon, oder Semikolon. Einige Grammati-ker führen 8 Unterscheidungszeichen an. Die Unterschei-dungszeichen bei den Griechen waren übrigens eine spä-tere Erfindung; im Alterthum wußte man nichts davon.Man schrieb Wörter und ganze Satze, so, daß die Buch-staben ohne Zwischenraume ununterbrochen zusammenhin-gen. Dies bestätigen die meisten alten Inskriptionen,und nur bei einigen findet man die- Worte durch 2 oder.z neben einander gesetzte Punkte unterschieden. Aber