Band 
Fünfter Band, welcher die Supplemente zu den vorgehenden 4 Bänden enthält. A - Z.
Seite
238
JPEG-Download
 

SZ8 Investitur

diese sind nichts weniger als Unterscheidungszeichen. Auchin Manuskripten wurden höchst wahrscheinlich keine Un-terscheidungszeichen gebraucht; denn die spätern Erfinderderselben werden ausdrücklich genannt. Die Zeit, dasie erfunden wurden, ist mit der Erfindung der Ac-cenle (i. B. 8.) einerlei. Sie geschahe von Gramma-tikern, die, als sie Nichtgriechen die griechische Sprachelehren wollten, sich genöthigt sahen, das Lesen griechischerSchriftsteller durch mancherlei Mittel zu erleichtern. DieErfindung der Unterscheidungszeichen schreibt man insbe-sondere dem Grammatiker Aristophancs von Byzanz,im II. Jahrh, vor Eh. Geb., zu. Seinem Beispiel?folgten Aristaroh, Dionysius, Thrax u. a. m.Anfangs machten diese von der Interpunktion nur einenPrivatgrdrauch für sich und ihre Schüler. So wie manaber nachher die Vortheile davon einsähe, wurde der Ge,brauch derselben nach und nach allgemeiner. Unter denoben angegebenen Zeichen ist keins, welches unser Fra-ge- und Ausrufungs-Zeichen ausdrückt. Diesescheinen die Alken noch nicht gekannt zu haben. M bitt«saucon entdeckte erst in Handschristen des X. und. XI.Jahrh, einige Fragezeichen. Das Fragezeichen ent-stand aus dem cz, welches quusritur bedeutet. Durchdas AusrusungSzeichen hat -man die von demMunde, als einem Punkte oberwarts bivergirendenSchalllinien bezeichnen wollen. Potter Archäül. III.291. Funke neue« Rralschullex. I. 718. Za-brio. II. 274. Gakterer Diplom. .

Investitur. Unter der Investitur versteht man die feier-liche Einweisung eines Geistlichen in sein Amt. Siekam in den mittlern Zeiten auf, und geschahe nicht bloßdurch Worte, oder öffentliche Documente, sondern auchoft durch gewisse Symbol«, als: Ueberreichung einesBuchs, Ringes, Bischofsstabes u. dgt? m. Anfangs