> Jubeljahr 241
scheu Confession begangen, und i6zo das erste Ju-biläum wegen der Form» lä Concordiä. Im Jahre169z ließ in Schweden Carl XI. nach verflessenrn ir-oJahren, seit der in seinem Reiche eingeführten lutheri-schen Religion, ein Jubiläum halten. Im I. 1717hielt man das andere, und ,8>7 das dritte Reforma-tionsjubiläum. Im I. 1750 das andere Jubiläumder Augsburgischen Confession und 1755 dasander«. Jubiläum wegen des Augsburgischen Religions»sriedens. Bon den Resormilten sind gleichfalls hinund wieder Jubiläa gefeiert worden, nämlich 171z inder Mark Brandenburg; »719 zu Zürich in der Schweiß,und in eben demselben Jahre ein Jubelfest der dordrech»tischen Synode. — Mehlig Airch, u. Ketz. Lex. I.825. — Jäger hist. stak. Zeit. Lex. I. 774. — Auchdie Protestanten haben alle hundert Jahre ein Jubelfestzum Andenken der Reformation in den Jabren »617und 1717 gefeiert. In den Jahren »6zo und 1750haben sie ein Jubelfest zum Andenken der Uebergabe derAugsburgischen Confession gefeiert. — Die Ver-anlassung, alle ioo Jahre ein Jubelfest zu feiern, mögenwohl die Secularspiele der Römer gegeben haben, die an-fangs all« hundert Jahre gefeiert wurden. (Funke neue-Realschullex. III. 270.) Daß das Jubeljahr der Jude»den Pabst Bonifacius nicht auf die Gedanken gebrachthat, beweiset der Umstand, daß er nichts in seiner Bulledavon erwähnt, und daß das Jubelfest der Juden alle50 Jahre, nicht aber alle »00 Jahre gefeiert wurde.Der Pabst Clemens bezieht sich nur darauf, da er dasJubelfest , auf 5« Jahre herunter setzt. — Das WortJ.ubel ist hebräischen Ursprungs; aber die Abstammungdesselben ist ungewiß. Menge leiten es von dem hebräi-schen .I übel her, welches ein musrkalifihes Instrument
. Suxpl. B. ig