Band 
Fünfter Band, welcher die Supplemente zu den vorgehenden 4 Bänden enthält. A - Z.
Seite
338
JPEG-Download
 

ZZ8 Notarius, Notariatssigmtte

andern öffentlichen, von den Kaiser!, und Päbstl. Nota-rien ausgefertigten Instrumenten; und diese Schnörkelsind anders gestaltet; es sind willkührliche Zeichen, indenen man keine Spur des ehemaligen st. entdeckt. Mitdem Anfange des XIV. Jahrh, stellen die Notariats-zeichen künstliche Züge vor, die immer mehr ver-ziert wurden, so daß bald ganze Figuren zum Vor-schein kamen. Um die Mitte des gedachten Jahrhundert«,oder doch nicht lange danach, gab man den FigurenFußgestell'e, wodurch denn die mehresten Notariat«;«.chen den sogenannten Monstranzen ähnlich wurden.Kindlinger, vormals Minorite zu Mainz, , fand da«älteste Zeichen dieser Art in einer Urkunde vorn I. 1561,und noch vom I. iZg7 hat er dergleichen angetroffen.Die nachhingen Notariatsfignate haben meistens die nochjetzt übliche runde Form. Die Namen der Notarienerblickt man in ihrtn Handzeichen kaum vor der Hälftedes XIV. Jahrh., eine Zeitlang hindurch meistens nurnoch den, bisweilen künstlich genug mit der Figur desSignals verflochtenen Anfangsbuchstaben; dann aber ganz,oder zum Theil ausgeschrieben. Die Wahlsprücke inden Sigr-.etten der Notarien" erschienen erst im XVI.Jahrh. Damals sing man auch an, du Notariatszeicbenin Kupfer stechen zu lassen. D«r älteste Abdruckeines solchen gestochenen Zeichens, den Kindlingersah, ist unter einer vidimirten Quittung der ReichsstadtFrankfurt, vom 17. April 1576, über die von der Aeb«tissin von Essen bezahlten Baugelder, die durch den spey-erschen Reichsabschied 1570 zum Erbauen und Befestigender ungarischen, und zipsischen Passe Und Grenzflecken,bewilliget waren. Kinde k ling Pacht, vom ältest.Gebr. der Siegelobl. rc. im XVI. u XVlI. Jahrh. Dort-mund 1799. Gatterrr Abriß der Diplomat»!.

--'84,.' -- - -