Sänfte
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Manch« würd«» von 6 bis 8 Personen getragen. DirSauften waren theils offen, theils bedeckt. BedeckteSänften waren mit Vorhängen von Häuten, oder Tuchüberhängt, die man nach Belieben wegziehen konnte.Man hatte auch ganz bedeckt« Sänften, deren man sichbediente, wenn Uebellhäter im Verborgenen wohin ge-bracht werden sollten. Es gab auch Sänften mit einemFenster von spsculsris^ (Marnnglas) darin man
lesen oder schreiben konnte. Die Sanften der Frauen-zimmer waren von denen der Männer in der Bauart un-terschieden. -— Von der 8 s 1 !a war die l-ectica auchdarin unterschieden, daß in der erstem gewöhnlich nur«ine, in letzterer aber mehrere Personen Platz hatten.In der 8vUa befand sich nur ein kleines Kiffern, um denKopf daran zu lehnen; in der L>ectiaa. aber war eineMatratze, welche mit Federn, auch wohl mit Rosen ge-stopft war. Um die I^satiaa tragen zu können, besän,den sich Stangen an derselben, welche nicht fest, sondernbeweglich waren; diese nahmen' die Träger auf die Schul-tern oder auf den Nacken. Die Füße an der I.eetieswaren gewöhnlich hon Holz, bisweilen von Silber oderGoidl Die Könige von Indien hatten Sanften vonpurem Golde. — ' Den , Gebrauch. der Sänften, findetman in Rom schon um 262 nach Etbauuirg der Stadt,und zwar zur Krise, für Kranke, und zum Hinaustra-gen der Tödten. Dies'widerfuhr jedoch nur vornehmenund reich gewesenen Verstorbenen. Erst vcm Z. v. St.567 an, wo mit der Eroberung Asiens und Kriechen-lands überhaupt die orientalische Weichlichkeit zu Rom eingeführt wurde, fing man an, auch einen luxuriösenGebrauch davon zu machen. Zu Cäsars Zeilen warensie so sehr Mode, daß er ein eigenes Edier darüber erge-hen ließ, und sie nur 'Personen von einem gewissenRange und Alter, und an gewissen Tagen rrlaubtt. Er