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Fünfter Band, welcher die Supplemente zu den vorgehenden 4 Bänden enthält. A - Z.
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Seide

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Seide webte, wieder aufgetrennt, leichter und durch-sichtiger umqewedt, und mit Garn von Flachs undWolle durchwirkt. Diese Zeuge waren so dünne, daß mand«e bloße Haut durch dieselben sehen konnte. , Man ver-fertigte sie insbesondere auch der Insel Cos (Plin. X!.22.) daher vsstas Lass eben so viel, als ssricas s.kolnb)'cinas. Ein Kleid' von purer Seide war sehrtheuer, dahsr der Kaiser Aurelianus ein solches,seiner Gemahlin, wegen des übermäßigen Preises, ver-weigerte. Nach einigen Schriftstellern war vsstis boni-k^oina und saricn, verschieden: Uonab^eiii-r ächtseidenes, ssrica aber von einem Stoffe, der aus derFrucht eines Baums im Lande der Serer in Indien ver-fertigt wurde. Die meisten halten jedoch beide Ausdrückefür gleichbedeutend. Vielleicht sahen einige die Coconsder -Seidenraupen auf den Maulbeerbänmen für Früchtederselben an, u-d sagten daher, daß die Seide auchdas Product eines Baums wäre. Indessen bleibt es nochimmer zweifelhaft, ob serwuin ganz das nämlsck« sey,was wir jetzt Seide nennen, (Plin. X!. 22. XXIV.12.) so wie es zweifelhaft ist, ob der Larub^x derLiren gerade unsre Seidenraupe sey, da es in Asien noch mehrere Insekten giebt, die ein ähnliches Gespinstverfertigen. Die Griechen kannten die Seide schonfrüher, als die Römer. Eine Griechin, Pamphila,oder Pamphilia auf der Insel Cos (Ceum), soll dieErfinderin gewesen seyn, das Gespinst abzuwickeln, undzu weben. In Affen war man mit der Seide und denseidenen Gewänden weit früher bekannt. Die unter denPersern so berühmte, m ed i sch e Kleidung, scheint seid-ne gewesen zu seyn. Von dem Umstände, daß die Grie-chinnen auf der Insel Eos die aus Affen kommenden sei-denen Zeuge ausgelöst, und uwgewebr haben sollt»,Supsl. B. 3«

-MW