Siegelkunde 477
ficht auf päpstliche Brillen» I-. V. vscrst. tit. 20. c.5. — Gakterer Diplom. 16».
Siegelkunde, Sphragistik. Ein Verz'ichniß der vor-züglichsten Schriften über diesen Gegenstand findet manin Gatterers Diplom, rzz. Die HieLelkunde ist eineganz neue Wissenschaft, welcher erst Ernst Joh. Mich.Heineccius einige Kunstgestalt gegeben hat. DenKunstnamen Sphragistik hak sie von Johann vonHeumann erhalten. Das. iZS. s. Siegel .
Siegel'lack. (4. B. il8) Daß man schon im I. 156zöffentlichen Gebrauch vom Spanischen Wachse, oder Sie-gellack gemacht habe, hat Spies gezeigt. Dess. ar-chiv.. Nrbenarb. II. z. — Gatter er Diplom. 192.
Siege! stempel. Die älteste Art von Siegelstempeln sinddie Siegelringe. Der Name Siegel in der Bedeutungeines S ieg e l ste mp.els, wurde besonders seit dem X.Jghrh. gewöhnlich. Aber einige Zeit hernach (seit demXII. oder auch XI. Jahrh.) wurden auch die Ringe wie-der Mode, aber unter ganz andern Namen, und hieße»bald kleinere Siegel» bald Gegensiegel, bald Se-crelsiegel, auch Signete, rc. — Die Stempel wur-den vorzüglich aus Metall» aber auch. von Edelstei-nen und Elfenbein gemacht. Mit Edelsteinen sie,gelten nicht nur die .alten Egypler». Griechen, Etrusker, rc.sondern auch Völker des Mittelalkers bis zum. XII. Jahr-hundert. Aus Elfenbein bestanden die ältesten Siegelder Dänen. — Gatterer Diplom. 156,
Sregeln) apen. In ächten Siegeln erscheinen die Ma-xen erst gegen das Ende des X., und gegen dirMitte und das Ende des XI. Jahrhunderts. Häufi-ger kommen sie erst im XII. und XIII. Jahrh. vor. Un-ter die ersten, welche Wapen gebraucht haben, gehörtAdalbekt, Marggraf und Herzog von Lothringen .(979 — ioz?.) Die römischen Päpste ließen ihre