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Fünfter Band, welcher die Supplemente zu den vorgehenden 4 Bänden enthält. A - Z.
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Wisbad

tet. Potter Archäol. I. 722. Adams röm.Alterth. 8"9- 8n. Funke neues Realschullex. I!.949

Wisbad. Auch von den berühmten warmen Bädern zuWisbaden hat man die Meinung, daß sie unter die iVIat-licrLos kontss des Plinius gehören, und dann wärstsie freilich sehr alt. Die erste bekannte medicinischeSchrift über dieselben ist von O. Philipp Weber von1617. Zuckert Gesundbr. 4^9.

Wochenschrift. Deren Erfinder war der Engländer N i-chard Sterke gegen das Jahr 1700. Die ersten Wo-chenschriften, die er schrieb, waren der Schwätzer undder Zuschauer. Im Jahre 1741 kam die erste nürn-bergische moralische Wochenschrift heraus, welche derRedliche betitelt war. Kl. Chton. Nürnb. 95.

Wochentage. (4. B. Z84 ) Die Ursach, warum wir so-wohl, als viele andere Völker zu einer Woche 7 Tagezahlen, ist wohl diese, daß ohngefähr 7 Tage von einerMondsvrränderung bis zur andern verfließen. Erst imVI. Jahrh., unter dem Kaiser Justinian I., kamendie 7lägigen Wochen in die christlichen Kalender. Mangab den Wochentagen die Namen nach den 7 Planeten,worunter auch die Sonne gerechnet wurde. Die Deut­ schen haben die römischen Benennungen der Wochentage,außer dem Sonn- und Montage, nicht in ihre Spracheausgenommen; sind aber darin den Allen gefolgt, daßsie diese 7> Tage, nach ihren 7 Götzen, wovon sie an je-dem Tage Einen besonders verehrten, eben so benannthaben, als die Römer von ihren Göttern. Die 7 Götzender alten Deutschen waren: Sonne, Mond, Tuisco,Wodan » Thor, Freya, Saturn. Der Sonne war derSonntag (6iss solis) gewidmet, dem er auch den Na-men gegeben hat. Am Montage (äiss lunas) ver-ehrten sie den Mond, und dieser Tag erhielt davon sei«