Winterrinde 565
chen kann, hat O. Rockstroh in Berlin >808 erfun-den. — Journ. f. Fabr. iKoS. Aug. rzz.
Winterrinde; Lortsx Wirrtsranus okk. von Winters-uia csnsüa klvo., oder, welches einerlei ist, l)r^-mi« Minteri korst, ist die Rinde eines an den Kä-sten, und auf den Inseln des magellanischen Meerbu-sens einheimischen Baums, die ihren Namen von Wil-helm Winter, einem englischen Schiffscapitain, hat,der sie 1579 (oder, wie andere anführen, 1567) zuerstaus Amerika mit nach Europa gebracht hat. — Jakob-son techn. Wörterd. VIII. 2»i, — Linnö vollst. Pflan»zensyst. I. 692.
Wir. Das Pronomen Wir, oder Ich (IVas, LZo), inden Diplomen den Namen vorzusetzen, ist erst gegendie Mitte des XIII. Jahrh, gewöhnlich geworden. Sat-terer Diplom. Z47.
Wirthshäuser (z. B. Z84.), wo man für Geld zehrte,gab es in den ältesten Zriten gar nicht. Die Fremdenund Reisenden wurden, wo sie hinkamen, unentgeltlichbewirthet» und vor dem zehnten Tage nach der Ankunfteines Fremden, fragte man gewöhnlich nicht einmal nachseinem Namen. Die Cretenser und Athenienser warenwegen ihrer Gastfreiheit berühmt, und hatten besondereZimmer für Fremde. Nicht so ganz die Lacedemoni»,sonst aber die meisten Nationen Griechenlands . Auch gabrs hin und wieder öffentliche Gebäude, ws Fremd« auf-genommen und kostenfrei bewirthet wurden. Leute, diroft zu reifen pflegten, errichteten ein Gastrecht unter sich,und zwar nicht nur Privatpersonen, sondern auch ganzeFamilien und Völkerschaften. Dies Gastrecht ging auchoft auf die Söhne und Nachkommen üb». Bei den Rö-mern war die Gastfreundschaft eben so gewöhnlich, alsbei den Griechen; und die gastfreundschaflüche Verbin-dung (Ilosxltiuiu) wurde bei ihnen eben so heilig geach-