Zahn S76
Alphabets. — Zbm nach kann man mit Gewißheit be-haupten, daß die Europäer unsre Ziesern erst aufder Gr-nzscheidung des X. und XI. Jahrhunderts zu ge-brauchen angefangen haben; und zwar zuerst in denBüchern der! Mathematiker, hernach auch in den Jahr-büchern ^ in Kalendern und andern Büchern, sowohl ingeschriebenen, als in gedruckten. In den Inschriftenöffentlicher Denkmäler kommen die Ziefern erst seit dem
XIV. Jahrh. vor. Die Russen gelangten am spate,sten unter allen Europäern zum Gebrauch der Ziefern.Erst Peter der Große führte sie in seinem ungeheure»Reiche ein. In den Urkunden sind die Ziefern vordem XV. Jahrh, äußerst selten. Auch selbst noch im
XV. Jahrh, sind sie noch nicht häufig, denn vom XIII.
bis zum Ansang des XVI. Jahrh, haben die lateini-schen Urkunden fast immer nur die römischen Zahlzei-chen; so wie diejenigen, welche in deutscher Sprachtgeschrieben sind, entweder ebenfalls die römischen Zahlenhaben, die durch «ine, bald lateinische, bald deutsche Form angedeutet sind, oder, welches häufiger geschahe,durch ausdrückliche, und zwar deutsche Worte, die Zeit«umstände angeben. Aber nach der Mitte des XVI. Jahr-hund. tv^en die Ziefern in den, in deutscher Spracheabgefaßten Urkunden, und selbst auch in den Kaiserlichen,häufiger; endlich seit der Mitte des XVII. Jahrh, fin-gen sie an, die Urkunden von allen Arten, in lateinischen,wie in deutschen, herrschend zu werden. — GältererDiplom. 27. ff. .
Zahn. (4. B. 397.) Ueber die Zahne überhaupt hat^Barth. Eustachius 156z, über den Ursprung undWiedererzmgung der Zähne, 'Joh. Jac. Rau 1694,über das Wechseln der Zähne Joh. Ernst Hebenstreit1738, über die Backenzähne siebenjähriger Kinder Joh»Gvttfr. J§nke 175», über den Schmelz der Zähne,