12 Saffianbereitung
asien , bereitet. Der Graf von Maurepas schickte,als er Minister des Seewesens war, im Jahre 173»den bekannten Erang er, noch der Levante , um diedortige Sassiangerberey zu lernen. Nach den, vondiesem eingisckickken Nachrichten, war im Jahre 1749zu St. Hixpvlytr im Oberelsas, eine Manufaktur an-gelegt, die 1765 große Freyheiten erhielt, aber nunschon gänzlich eingegangen ist. Bor wenig Jahren schick«le die Londoner Gesellschaft zur Aufmunterung der Kün»ste, einen Armenier, Namens Philippo, nach Klein asien , nach dessen Berichte man in London einige glück-liche Versuche gemacht hat. Granger und Philippokommen in den Hauptsachen mit einander überein, undvermuthlich ist das Verfahren, selbst in der Levante «nicht an allen Orten, und bei allen Arten, einerley.In Deutschland hat einer, Namens Binkehank, zuHalle «ine Manufaktur angelegt gehabt, welche, ohner-achtet sie gute Waare geliefert, dennoch, wegen Sel-tenheit und Theurung der Ziegenfelle, wieder eingegan-gen ist. Jetzt sollen zu Calev im Würlenbergischen,jährlich 12,000 Stücke Saffianselle gegerbt und gefärbtwerden. Die Ziegenfelle werden in der Schweitz , undin Graubündten eingekauft. Die besten kommen vonden Appenzeller und den benachbarten Gebirgen. Dieaus dem Walliserlande sollen nicht recht tauglich seyn.Ueberhaupt ist man bei den europäischen Nachahmungenin manchen Stücken von dem levantischen Verfahren ab-gewichen» und hat auch deswegen nicht völlig einerleyWaare erhalten. Beckm. Lechnol. 322.
Saffianbereitung. Daß dir Stängel und Blätterunsrer Kartoffel, allen andern Materialien i zur Berei-tung des Ssssians vorgezogen zu werden verdienen, hat