Band 
Vierter Band.
Seite
37
JPEG-Download
 

' Schall

37

einer Saite rings umher veranlaßten Abwechslungen vonStellen, in denen die Luft dichter oder dünner ist, undbeständig zusammengedrückt und wieder ausgedehnt wird,nennt man wellenförmige Bewegungen. Die Theo«rie solcher wellenförmigen Bewegungen in ela-stischen flüssigen Materien, hat Newton 1687 zuerstauf bestimmte Grundsätze gebracht. Beobachtungenüber die Geschwindigkeit des Schalles hat schonGassendi (geb. 1592. gest. 1658) zu Anfang desXVii. Jahrhunderts angestellt. Ihm folgte der P.Mersenne 1635, und die Florentiner Akademismen.In Frankreich machten Cassini, Huyghens, Pi-rard und Römer gemeinschaftliche Versuche hierüber,so wie Halley, Derb am und Flamstead in Eng»land. Cassini, de Thury, Maraldi und de laCaille trieben 1738 und 1739 diese Versuche mehr inSGroße, und de la Condamine stellte dergleichen auchin Cayenne, und bei Quilo an. Winkler hat176z die Resultate dieser Versuche zusammengetragen.Wünsch, Pros. zu Frankfurt a. d. O. hat 1776 eineneue Theorie des Schalls zu geben versucht. Ueberdie Fortpflanzung des Schalles hak Euler 1750ein eignes Weck geschrieben. Ueber den Umstand,daß verdichtete, oder auch eingeschlossene, er-wärmte Lust, den Schall verstärke, haben Haw-kesbee, s'Grav esande, und Zanotti Versucheangestellt. Daß auch das Wasser den Schall fort-pflanze, und Taucher zwar schwach, aber doch deutlichunter dem Wasser hören, was oben in der Luft geru-fen wird, davon finden sich schon Nachrichten und Be-obachtungen im lournsl äs es. von 1678 (S. 178).Rollet, Hawkesbee, Arderon, u. a. m. habenrbenfalS Versuche darüber angestellt. Die Lehre vom