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Vierter Band.
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Schreibkunst

Gebrauch geblieben. Mit Pfauenfedern und Schwanrn-federn schrieb man schon vor 1520. In Venedig , undwie es scheint, überall in Jralien, waren Schreibst,dcrn ums I. 14ZZ noch so selten, daß Gelehrte Mühehatten, sie zu erhalten. Ucbngens sind die Sckreibfe.dern in ältern und neuern Zeiten oft auf gut Lateinischcsssmi genannt worden, und möglich wäre es, daßdies Wort schon bei altern Schriftstellern Federn be-deute, da wir in Ermangelung anderer Beweise nurRohre verstehen. Beckmann Erf. III. 47. IV.289. ». äolr. Ilsnr. /rukeri klst. xsnnsrum.LItsnIi. 1726.

Schreibkunst. Der Gang des menschlichen Geiste« beidieser eben so großen, als nützlichen Erfindung, scheintdieser gewesen zu seyn: I. Abbildung körperlicherDinge, oder Bilderschrift. II. Schickliche undverständliche Abkürzung der körperlichen Bilder, oderAnfang der Hieroglyphen. III. Abbildung u «kör-perlicher Dinge, oder Sinnbilder, die schönste undvollkommenste Gattung der Hieroglyphen. Die Hiero-glyphenschrift muß uralt, wenigstens in Egypten,seyn, da es schon zu Zoseyhs Zeiten Bilderschrift-Aus-leger, und eine eigne Gattung ägyptischer Gelehrten gab.Unter Mose kommen, schon Steine mit hieroglyphi-schen Figuren vor. Diese Steine waren entwederschon wirkliche Obelisken, oder doch wenigstens Bor-läufer oder Verwandte derselben. Da man nun fasttäglich damit umging, alle mögliche vorkommende Din,ge, körperliche und »»körperliche, sichtbare und unsicht-bare, und selbst Gedanken, Leidenschaften rc. bildlichdarzustellen, so konnte und mußte man IV. natürlichauch mit darauf verfallen, Bilder für Töne, und soauch für die Töne der Sprache zu erfinden. Das