Schreibkunst
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Schwerst? bei dieser Erfindung war ohne Zweifel dieAnatomie der Töne, zumal derer, die man Con-sonanten nennt. Hier bat vermuthlich einmal ein lallen-des Kind einem aufmerksamen philosophischen Barer dasganze Geheimniß entdeckt. Sanchuniaton, ein be-rühmter phönicischec Geschichtschreiber, der etwa umSJahr 1245 vor Chr. Geb. lebte, giebt einem Phönicier,der sich in der Folge in Egypten niedergelassen, NamensTaaut, oder Thot, für den Erfinder der Buchstaben-schrift aus. Dir Erfindung muß wenigstens in sehrfrühen Zeiten geschehen seyn. Schon unter Abrahamscheinen geschriebene Kaufcontracte nicht ganz ungewöhn-lich gewesen zu seyn, und zu Hiobs Zeit war das Bü-cherschreiben schon Mode, auch gab es damals schriftlichverfaßte gerichtliche Klagen, versiegelte Actenstöße rc.Man schrieb aus Stein und Metall, aber auch auf bieg-same Materien. Diese letztem konnten in dünnen Me-tallblechen, in Thierhäuten, Baumbiättern oder Baum-rinden bestanden haben; sie konnten aber auch eben sogut von Leinwand oder von der Papierstaude, die schonHiob kannte, gewesen seyn. Bei dem allen war dochdas Schreiben in dem Zeitalter von der Sünbfluth bisMose, nicht nur in gemeinen, sondern auch in öffent-lichen Geschäften noch immer eine lästige Sache. Manschloß die meisten Contracte nur mündlich. Man findetauch nicht, daß m m Briefe an einander schrieb, u. s. w.Doch hatten die Jsraeliten schon im egyptischen LandeGosen eigne Leute, unter dem Titel Sholerim, oderSchreiber, welche die Stammtafeln, und was damitin Verbindung stand, zu besorgen hakten.
In dem Zeitraum von Moses bis ChruS waren mitBuchstaben schreibende Völker i) in Asien , außerden Phöniciern die Hebräer, wenistens seit Most, (ver-