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Vierter Band.
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8H Schuhmacher

tsiurui genannt. — Aus Reisen bediente man sich derPantoffeln. —

In spätern Zeiten sind mit den Schuhen von Zeitzu Zeit viel Veränderungen vorgegangen. Ich willnur Etwas davon anführen, was besonders Frankreich betrifft, dem andere Lander in Moden so gernnachzuäffen pflegen. Seit den Zeiten Philipp Au-gust waren die Schuhe zugespitzt, und vorn umge-bogen. Diese Biegung erhob sich sehr hoch, und sor»mirte «inen Schnabel, der nach dem Stande der Per-son, mehr. oder weniger lang war. Die gemeinen Leutetrugen ihn gewöhnlich einen halben Fuß hoch; daSMaaß der reichsten Bürger war Ein Fuß, und die vor-nehmsten Edelleute und Prinzen gaben diesen Schnäbelndie Länge von 2 Fuß, die außerdem mit grotesken Din-gen. als Hörnern, Klauen u. s. w. geziert waren.Diese sonderbare und unbequeme Tracht wurde LoulierrL la koularue genannt; man trieb sie bis zu einemsolchen Grade der Ausschweifung, daß man die geistlicheund weltliche Macht gegen sie gebrauchen mußte. —Die Könige mußten sie lassen durch Gesetze verbieten,und die Geistlichkeit mußte dagegen predigen. Kaumwurden durch die strengen Verordnugen Carl V. dieSchuhe ü la koulains abgeschafft, als ihnen unterCarl VI. Schuhe mit Entenschnäbeln folgten, die wie-der andern von sehr großer Form Platz machen mußten.,Unter Ludwig XI. sahe man von neuem Schuhe L 1 akoulsins Mode werden, aber sie dauerte nicht lange. —Funke neues Realschulle.r. I. 599. — Vers. e. Kul«turgesch. 69. — Mehrere Schriften über die Geschich-te der Schuhe findet man angeführten VolbedingArchiv. Suppl. 249.

Schuhmacher wurden zu Augsburg 1368 zünftig. —