Band 
Vierter Band.
Seite
107
JPEG-Download
 

Seifenpflaster

107

kickt kommt am genauesten mit dem noch jetzt irrDeutschland üblichen Verfahren überein. Plinius hatzwar in seiner Beschreibung des Kalks nicht gedacht;aber weil er kurz vorher von emer Mischung aus Ziegen»talg und Kalk redet, so ist e§ wahrscheinlich, daß mandamals in Rom schon den Gebrauch des Kalks gekannthat. Spätere Schriftsteller, auch dir arabischen, habender gallischen und deutschen Seift oft gedacht, bald we,gen ihres äußerlichen Gebrauchs zur Arzney, bald wegenihrer Anwendung zum Waschen der Zeuge. Letztere ver-ursacht zwar in unsren Zeiten den stärksten Verbrauch,scheint aber nicht die erste Veranlassung, deutsche Seifenach Rom kommen zu lassen, gewesen zu seyn. —Beckm. Erf. IV. s. Waschen.

Seifenkugel s. Haar.

Seifenpflaster (Hm^Isotrum Laxonatum Larkstti)ist eine Erfindung von Paulus Barbelte. einemholländischen Arzte, und Practicus in Amsterdam , ibyZ.Bernstein. IV. 450.

Seifensieder, sind in Augsburg kein alte« Gewerbe.Erst 1669 richtete ein Georg Carl mit obrigkeitlicherBewilligung eine Eeifensiederey daselbst auf. — v.Stellen Augsb, II. 1,7.

Seignettesalz, (alkalisches Salz, Polychrest»salz, Rocheller Salz) ein Mittelsalz, welches au»dem mineralischen Alkali der Södr, und auS der Säuredes Weinsteins besteht, ist in der Mitte des XVII.Jahrhundert- von einem Franzosen, Namens Seig»nette bereitet« und vorzüglich ums Jahr 1672 bekanntgemacht worden. — Beckmann Erf. I. 576.

Seih-Maschine. Eine Maschine zum Fittriren oderSeihen und Reinigen deS Wassers, hat der Franzose