Siegel
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zeS Königreich, in Josephs Hände gab. — Goauet-I- 54 - — 3 " Europa ist seit den ältesten Zeiten
Wachs zum Versiegeln gebraucht. — Siegel von wei'ßem Wachs sind die ältesten» ohnerachtek sie wegenihres Alters weißgrau, oder graugelb aussehen. Manfindet sie biS auf die Zeiten K. Friedrichs III. AuchSiegel der Fürsten sind von dieser Farbe. — Siegelvon gelbem Wachse gebrauchten seit dem XIII. Jahr»hundert, Klöster und Privatpersonen, und hernach auchdie Fürsten , seit K. Sigismund. — Siegel vongrünem Wachs waren im XIV. Jahrhundert noch sel-ten; nachher sehr hä«^ 2 » Frankreich und Englandfrüher. — Siegel von rothem Wachs sind schon seitK. Friedrich I. gebraucht; auch nachher von Nu-tz olph rc., ja zu K. Sigismunds Zeiten war es ihr Vor-recht; und andere Fürsten wurden von den Kaisern erstdamit begnadigt, wie Kuhrsürst Friedrich von Sach-sen 142z. — Siegel von blauem und schwarzemWachs sind sehr selten. Letzteres von dem Hochmeisterdes deutschen Ordens, und dem Großmeister von Mal-tha. — Siegel von Meta6, Gold und Bley w. sindsehr alt. Unter den deutschen Kaisern hat K. Carl IV. sie am häufigsten gegeben; oft auf Kosten der Jmpe-tranten. — Die Größe der Siegel ist sehr verschieden.Corad und Heirich I. Siegel waren von der Größeeines jetzigen Guldens; die der Ottonen hatten schonZ Zoll im Durchschnitt; K. Friedrich'!!!, hat einSiegel von 7 Zoll im Durchschnitt gebraucht. — Jeälter die Siegel, je kürzer die Umschrift. — K. Hein-rich II. hat zuerst ein Siegel gebraucht, worin er inseiner Majestät sitzend, aus dem Thron, mit allen Jn-signien vorgestellt wird; die man nachher Majestats-Sirgel genannt hat. — "K. Heinrich !V. soll zurrst