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Spielkarten
aus Italien , und sie haben in verschiedenen Zeitalternbei jedem Volke mancherley Abänderunqen erhalten.
Die Franzosen scheinen zuerst die Hintere Seite der Kar-ten mit Zeichnungen bedruckt zu haben, um den Kar-lenmachern die mühsame Arbeit zu vermindern, so reinund weiße Papierbogen aufzusuchen, daß kein Fleck oderPunkt das Blatt kennbar mache, den Spieler zu be-günstigen. Die Bilder der Karten anbelangend, so
soll klczrrs die Spitze einer Lanze oder Pikeseyn, die das Gewehr deS Ritters war, und also denüblichen Siand vorstellen; (üosur das untadelhakteHerz des geistlichen Standes bemerken; Rrskkls >Klee oder Fulterkraut, den Nahrungsstandanzeigen, das der Landbau auch war, ehe der Bür-g-rstand in den Städten aufkam, und Künste undHandwerker dessen Nahrung wurden; und Lsrrosu dieSpitze eines Pseils, den Dienststand, oder dengeringsten Knechtsstand im Volke vorbilden, au« wel-chem der gemeine Soldat, oder Bogenschütze genommenward. Die Farbenbiätter der deutschen Nationalkartehaben eben denselben Grund der Entstehung, und wennman aus den Gemälden derselben die Zeit ihrer Entste-hung beurtheilen soll, zugleich viel Wahrscheinlichkeitfür sich, daß sie den französischen an Alter weit vor-gehe, und wenigstens in das XIV. Jahrhundert zu ,
setzen sey. Schellen waren ehemals der Schmuck der i
Fürsten und Hofleute, und bezeichnen daher drn adli- ^
chen Stand; Herzen bemerken, wie bei den fron- .
zösischen, den geistlichen Stand; Grün, wiebei jener, den NahrungSstand durch Ackerbau und'Viehzucht; und Eicheln, oder Eichenholz, den Knecht -stand, der zur Arbeit gebraucht ward. Daß die Spiel-karten anfangs gemahlt worden sind, daran ist we,