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Vierter Band.
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Spießglas

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Pfeifen oder Glocken, oder'andere Instrumente in Be«wegung gesetzt werden, hat man schon Spuren im XV.Jahrhunderte. Auch an den hölzernen Uhren im Schwarz-walde (s. Kuckucksuhren) hat man dergleichen angebracht.Die ersten Erfinder von jeder Art sind so wenig bekannt,als die Jahre der Erfindung. Poppe Uhrmacher?.480 ff. s. Uhr.

Spieß glas. (^ntinaoniurn.) In vorigen Zeiten be-merkte tnan, daß' es heftig Erbrechen und Purgierenverursache, und sahe es daher als ein Gift arr. DasParlament zu Paris verbot den Gebrauch desselben 1560,hob aber das Verbot 1637 und 1650 wieder auf. VonParacelsus soll es zuerst innerlich gerathen wordenseyn. Kunkel war eigentlich der erste Arzt, der eSnoch versuchte, und es in Morsellen selbst einnahm.Mellin Mat. med. zr/. §. 112.

Spießglastinktur. Eine besondere Bereitungsart der-selben hat der Regimentschirurgus Theben ,782 ge-lehrt. Richter chirurg. BiKl. VI. 280.

Spießruthrnlaufen ist wahrscheinlich aus dem imXV. und XVI. Jahrhunderte üblichen Spieß. Rechtsentstanden, da ein Verbrecher, wenn er gebeichtet hatt»,und in der formirtm Gasse aus- und abgeführt wordenwar, um von seinen Kameraden Abschied zu nehmen,auf die Art hingerichtet warb, daß die Piguenire dieSpieße niederließen, der Profoß den Verurkheilten indie Gasse stieß, wo er bald zu Anfang derselben nieder-gestochen ward. Um solche Verbrechen der Soldatenzu bestrafen, die zwar eine harte Ahndung, jedoch nichtden Tod verdienten« soll Gustav Adolph zuerst daSGassenlausen eingeführt haben, das offenbar «ineNachahmung des ehemaligen Jagens durch dir Spieße,ist. Hoyer. I. 195. 485.