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Vierter Band.
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Sprachgewölbe, Sprachsaal

läßt sich nichts sagen. Selbst die Menge vtzn Schriftendarüber liefern nur Muthmaßungen, keine Thatsachen.Nur der Satz: Die Sprach.« war dem Menschennicht anerschaffen, sondern er erfand sie, istgewiß. Von der Ursprache ist keine Spur vorbanden.ES ist demnach vergebliche Mühe, ihre Beschaffenheitauskundschaften zu wollen. Mensel Leilf. I. 220.227. s.

Sprachgewölbe, Sprachsaal. Ein Gewölbe, wel-ches so gebauet ist, daß man das, was an dem einenEnde leise gesprochen wird, am andern entfernten Endehört, ob eF gleich nicht in den mittlern Stellen gehörtwird. Schon Mersenne bat aus der Eigenschaft derEllipse richtig angeführt, daß solche Saale elliptisch ge«wölbt seyn müssen. Eine Sammlung von vielen alten undneuen hieher gehörigen Merkwürdigkeiten, findet man beimHircher.- Unter andern ist da« sogenannte Ohr desDionysius zu Syrakus besonders merkwürdig, wcl-Ä-es eine in einem Felsen gehauene Grotte ist. worin derTyrann Dionysius die leisesten Reden, die darin ge-führt wurden, gehört haben soll. Kircher hatte sie imJahre 1639 genau untersucht, und gesunden, daß stsparabolisch ausgehauen war, weil die Parabel alle mitihrer Axe parallele Strahlen in dem Brennpunkte reflec»tirt. Sie verstärkt den Schall außerordentlich, ^od eSgleich wohl eine Fahel seyn mag, daß diese Grotte vonDionysius herrühre. Beckm. Erf. I. 467.Gehler. IV. 167. Fischer. IV. 77g. FischerGesch. d. Physik. I. 478. Tirolrsr UlusarZia uni-versal. II 2YI.

Sprachwaschine ist von dem Hofkammerrath von Kem«pelen (s. Schachmaschine) erfunden, und von ihmselbst in einem zu Wien 1791 in französischer und deut-