Steinschneiden
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ters. Die alten Etrusker müssen also diese Kunstsehr frühe besessen haben. Bei den Griechen hatte siezu den Zeiten Alexanders den höchsten Gipfel derVollkommenheit, in Ansehung der feinen Zeichnung,der schönen Verhältnisse, und der edlen Stellung derFiguren, erreicht. In Griechenland blühet« sie bis aufdie Zeiten der römischen Kaiser, da einige sürtrefflicheKünstler in dieser Art nach Rom zogen, und sie da-selbst in Flor brachten. Sie blieb auf einem merklichenGrade der Vollkommenheit, bis aus die Zeit des Septi-mius SeveruS, und verfiel nachher, wie die andernschönen Künste. Von Rom aus breitete sie sich fastüber alle Abendländer von Europa aus. Aber in bisZeiten der letzten Kaiser, und in die abendländischenProvinzen des römischen Reichs, kam nur noch dasMechanische davon. Der Geist der Kunst war verschwun-den, und erhob sich erst wieder in der Folge der Zeit. —Nicht in alle Arten der Edelgesteine schnitten die Alten.Sie wählten hierzu vorzüglich den Sarder oder Car-neol, die Onyx -Arten, mit Einschluß der Chalce»dons, den Achat, den Piaster, den Amethyst,Lasurstein, Hyacinth u. a.; aber den Diamant,Rubin, Sapphir, Opal, Smaragd , Granat, To.pas und Krystall, findet man bei den Alten gar nicht,oder von letztrrn einige nur sehr selten geschnitten. DieKunst, den Diamant zu bearbeiten, ist ohngefahr seitviertehalb hundert Jahren erfunden. Der Gebrauch,den man von geschnittenen Steinen machte, war man-nichfaltig: zu Siegelringen, zum Schmuck, auch,nachdem die darauf geschnittenen Figuren und Schriften»— welche Unwissenheit, Betrug und Aberglaube, ausder heidnischen, besonders egyptischen und christlichenReligion zusammen gesetzt hatte — beschaffen waren,