Band 
Vierter Band.
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Stcinschneiden

besonders noch in den ersten Jahrbunderten nach Chr.Geb. aus Unsinn, als Talimans und Amuleten.AIS sber die christliche Religion die Oberhand gewann,fiel der Gebrauch, den die heidnischen Völker von dem-selben gemacht hatten, zum Theil weg, indessen wur.den sie doch noch zu Siegelringen angewandt, weilman noch keine tüchtige Meister hatte, welche neueschneiden konnten; denn Carl der Große siegelte imVIII Jahrhundert, noch mit dem Jupiter Srrapi«.Nach und nach wurde die Barbarey größer. Man trugnicht mehr geschnittene Steine in Ringen, man siegelteauch nicht mehr damit; sie wurden zerstreuet und ver-loren sich auf allerley Art. Doch muß das Steinschnei-den in dem östlichen Theile des römischen Reichs, bisauf die neuern Zeiten, obgleich von keinen geschicktenMeistern, fortgesetzt seyn, weil die Kenntniß der alt-nWerkzeuge und Handgriffe fortgepflanzt ist. Im XV.Jahrhundert, als Constantinopel in die Gewaltder Türken kam, verließen griechische Gelehrte und Kunst,ler, unter welchen letzter» auch Steinschneider wa-ren, ihr Vaterland, und gingen nach Italien . Die er-sten Versuche, welche mit dieser Kunst aufs neue inItalien gemacht worden, fallen in die Zeiten der Päb,str Martina V und Paolo II. (ohngesahr von 1417bis gegen das Ende des XV. Jahrhunderts.) Am mei-sten hals Lorenzo de Medici zu Florenz dieser Kunstauf. und bracht« aus Griechenland und Asten «ine be-trächtliche Anzahl geschnittener Steine zusammen, sam-melte auch viele in seinen eignen Landen, und mun-terte verschiedne Künstler auf, sich der Steinschneide-kunst zu befleißigen. Es war damals zu Florenz einjunger Mensch, Namens Giovanni, den Lorenzo inseiner Kunst unterrichten ließ, und der es darin so weit