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Vierter Band.
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r82 Stiefeln >

Die Künstler und Künstlerinnen waren zwar von hebrai- !scher Herkunft, aber die Kunst kam ohne Zweifel aus §

Egypten. Seide wurde dazu nicht genommen, denn s

vor Kaiser Justin« an I. gab'S in Vorderasien, in >Egypten und in ganz Europa weder Seidenbau, nochSeidenmanufakturcn; sondern der Grundstoff bei allensolchen Kunstarbeiten war sechssädige gezwirnte Lein-wand (oder auch Baumwolle, d. i. Eattirn undZitz.) Bei der Stiftshütte wurden nun die Stoffe jvon scchsfädiger gezwirnten Leinwand (oder Baumwolle) >auf dreyerley Art verarbeitet: Entweder i) Ohne wei-tere Kunst und Skickerey, außer der Zusammen-sügung, oder 2) zugleich mit dunkelblauen, purpurnenund cochenill-farbigen Faden abwechselnd, auch zumTheil mit künstlichen Cherubsiguren, gestickt» undzwar oh n e <G oldfäd en; und dies war meistens eineArbeit künstlicher Frauenspersonen, die mit derHand (also aus die Art der nachmals sogenannten phry-gischen Kunst) verrichtet wurde; oder z) endlich zugleichmit Goldfäden, die aus feinem, zu Blätterqolde 1

breit geschlagenem Golde geschnitten, und dann kunst- j

mäßig zwischen Dunkelblau, Purpur, Cochenill - und isechssädiger gezwirnten Leinwand gestickt wurden, und !dies war eine Arbeit der beiden großen Künstler Beza-leel«, aus dem Stamme Juda, und Oholiabs,aus dem Stamme Dan, und der übrigen Kunstgehül-frn, welche auch die von d/n Frauenspersonen auf vor-hin beschriebene Art verfertigten Stickereyen zu Tape- !ten und Kleidern verarbeitet haben. — Gälterer.

I. z6. s. Drat, Seidensticker.

Stiefeln. Ueber das Alter unsrer jetzigen Stieselnhabe ich bis jetzt keine Nachrichten finden können. —Homer (oä. 24, 227.) erwähnt eine Arr Stieseln, die