Stiefeln, gestrickte 185
von Ocksenhäuten gemacht waren, welche ganz roh umdie Beine gewickelt wurden. - Ocres kann nicht durchStiefel überseht werden. Die Ocrsso waren bei denGriechen und Römern eine gewöhnliche Rüstung» dieman durch Bein Harnisch oder Beinschiene über-setzen könnte. Sie waren von Metallbleche«, bedecktengenau das Schienbein und wurden hinten um die Wa-de zugeschnallt» bisweilen mit goldnen und silbernenSchnallen, und damit sie nicht drücken mögten, fut-terte man sie inwendig mit einer wolligten Decke, oderfilzartigem Gewebe aus. Wahrscheinlich hat dieser, oderein anderer ähnlicher 'Umstand dazu in der Folge Gele-genheit gegeben, Bedeckungen der Beine von Leder zumachen, in der Art, wie unsre . Stiefeln beschaffensind. — Funk« neues Realschullex. I. 599. IN.1212 . ^
Stieseln, gestrickte, hat ein Schuhmacher zu Leip-zig , Johann Carl Garthol, ums Jahr 1796erfunden. — Beckm. Brbl. I. z66.
Stieseln ohne Naht zu verfertigen» hat der Schuh-macher Del bau in Paris erfunden. — »Mag. all.neuen Erf. VII. g6.
Stifte, lithographische, mit welchen auf Stein zumAbdrucken gezeichnet wird, deren Bestandtheile hat Lau-gt er nachgewiesen. — Hermbstädt Bulletin. XII.188.
Stöcke. Ehemals trugen nur alte und schwache LeuteStöcke. Im XVII. Jahrhundert fingen sie an, einStück der Galanterie zu werden. Indessen bedienten dieDamen sich schon im XI. Jahrhundert der Stöcke, dieanstatt des Knopfs «inen gedrechselten Kopf eines VogelSoder andern Thiers hatten. — Vers. einer Kultur,gesch. 8Y.