Band 
Vierter Band.
Seite
224
JPEG-Download
 

24

Taschenuhr

XIV. Jahrhunderts es Taschenuhren gegeben habe, undman gründet diese Behauptung auf »ine »774 im SchlosseBruce in Fiste gefundene silberne Uhr, die dem KönigRobert Brüce, der izoZ zur Regierung kam, Und1A28 starb, zugehört haben soll. Diese Behauptungist aber von andern widerlegt worden. (Beckm. Ecf.II. 469. v. Murr Journ. XIII. 71. Poppe.258. f )

Gewöhnlich halt 'man den Peter Hele, einenNürnberger , für den Erfinder der Taschenuhren» wo,von er die erste im Jahre 1500 verfertigt haben soll.Wegen ihrer beinahe ovalrunden Gestalt wurden sie le-bendige Nürnberger Eyerchen genannt, (v. Murr .Nürnb. 700. Journ. XIII 6g. vergl. mit B eck mannErf. I. 178.) Auch Engländer und Franzosen machendem Hele die Ehre der Erfindung nicht streitig.Nürnberg und Augsburg waren wohl die erstenund einzigen Städte Deutschlands , wo Taschenuhrenverfertigt worden, und im ganzen XVI. Jahrhundertwurden gewiß in allen andern Städten unsers Vaterlan-des, nur wenig Uhrmacher gefunden. Peter Helesey nun der Erfinder der Taschenuhren oder nicht, hatteder Uvrmacherkunst die Bahn gebrochen, so daß nachdem Jahre 1500 die Klein uhrm ach er eine eigne Pro-session ausmachten. Hele verfertigte schon Taschenuhren,die nicht blos zeigten, sondern auch schlugen.(Poppe. 264.)

Andreas Heinlein und Caspar Werner,zwey nürnbergische Kunstschlösser, die beide um 1545starben, waren zu gleicher Zeit wegen kleiner Uhrwerkeberühmt. Ersterer machte Uhren in die zu seiner Zeitgebräuchlichen Bisamknöpse. (v. Murr . XIII. 66.Poppe. 264.) In England wurden gleichsals 1575