Taschenuhren
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so kleine Taschenuhren verfertigt, baß man sie in einenStockknopf einfassen konnte, (v. Murr am a. O.7i')
Zu Ludwig« XI Zeiten hatte man auch in Frank-reich Taschenuhren, die mir einem Schlagwerke ver-sehen waren. (Poppe 26g.)
Die älteste, noch erträgliche gangbare Taschenuhr,die sich in England, und zwar im Pailaste zu Hamp-ton-Court befindet, ist von 1540. (BeckmannErf, I. Ztch. Poppe. 265.) Bis zu Ende der Regie-rung der Königin Elisabeth waren die Taschenuhrennur seltene und kostbare M-ubeln. (Poppe. 267.)
Die sogenannten Halsuhren, die man mittelsteiner feinen Kette um den Hals hangt, waren schon imXVII. Jahrhunderte sehr gebräuchlich. Man hat sogarUhren in Ringe eingefaßt, die nicht blos die Stun-den zeigten, sondern auch schlugen. Pancirollus(geb. 1523, gest. iZyg.) und Schott (geb. 1552, gest.1629 oder »636.) sahen dergleichen, die nicht größer alS«ine Mandel waren. Der König von Spanien, Fer-dinand VI. trug in einer Heilebarte «ine kleine Minu-tenuhr, die der Franzose Julien leRoy verfertigthatte. Der Uhrmacher Popp in Nürnberg macht« eineUhr, die nicht größer als ein Kreutzer, und in einenRing eingefaßt wurde. Sie ging nur 6 Stunden ineinem Aufzuge. (Poppe 267. 498 )
Anfangs hatte man über dem Ziefernblatte ein kon-vexes durchsichtiges Horn, statt des jetzt gebräuchlichenGlases. In den meisten altern Uhren war statt derKette eine Saite. (Beckmann Erf. I. 514. 31S.II. 469. v. Murr Journ. XIII. 71.) —
Die Gehäuse der ersten Taschenuhren waren osttvon Krystall, ober von Silber, Gold, oder vergoldetemIV. 15