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Vierter Band.
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Tragödie

gab, und eine handelnde Person einführte, die etwaserzählen mußte. Er zog mit seiner Truppe von Ort z«Ort, und belustigte durck seine Erzählungen, die an»fangs die Thaten des Bachus, nachher aber auch andereGegenstände betrafen, die Zuhörer. Doch war es nochimmer ein Monolog, und kein Drama. Aeschylus führte den zweyten Schauspieler ein, und verbesserteüberhaupt das Trauerspiel sehr. Er zoq nicht, wieThespis , von Ort zu Ort, sondern machte den An-sang zu einem beständigen Theater, das aber nochsehr mittelmäßig, und ohne aste Decoralion war? ErwäPte nur heroische Materien, gab seinen AckeurS Klei-dungen und Larven, (für deren Erfinder aber andereden Choerilus, . einem Zeitgenossen des Thespis , hal-len) und führte den Cothurn ein. Sophokles ver-besserte die Erfindung des Aeschylus , fügte noch »inedritte handelnde Person hinzu, und gab der.tragischenScene mehr Auszierung und Pracht. Auch Euripi-des, der mit dem Sophokles zu gleicher Zeit lebte,gehört zu den großen Verbesserern des Trauerspiels. DieGriechen theilten ihre Tragödie nicht in gewisse Auszü-ge und Acte ein, sondern sie nahmen eine fortdauern-de Handlung an. Bei der römischen Tragödie war diesanders; doch ist von dieser nichts besonderes zu bemec-ken. Die Römer waren hierin Nachahmer der Griechen,und ihre Tragödien meistens Uebersstzungen griechischerStücke. Man hatte schon lange in Rom Komödien auf-geführt, ehe man den Versuch mir Trauerspielen machte.Auch besitzen wir, außer einigen wenigen, die den Na-men Seneca tragen, keine römische Tragödien; dage-gen von den Griechen dergleichen mehrere aus uns ge,kommen find. Es scheint, baß unter den Neuerndie Spanier zuerst das Trauerspiel wieder nach der