Turnkunst, deutsche
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36 große Reichsturniere zahlt. — Der heilige Ludwigliebte dj, Turniere nickt, mackte sich vielmehr Gewis»sensscrupel bei einer Ergötzung, wo man sein Leben wa-gen mußre. Philipp der Kühne , sein Sohn, gabderen verschiedene; bei einem derselben verlvbr sein Bru-der Robert, Graf von Clermont, zwar nicht dasLeben, aber doch gänzlich den Verstand, durch die ge-waltigen Schlage, die er auf den Kops empfing. ImJahre 1289. unter der Regierung Carls VI., saheman sehr prächtige Turniere. Das letzte von allenTurnieren war 1559, wobei Heinrich II. sein Lebenvcrlohr. - Krünitz. lüXXII. 421. s. — Rein-wann. dirt. Ijt. II. rzz — Vers. einer Kultur«gesch. 107. ff — Juvenel. I. l8». II. 475. —Dollbeding Archiv. Suppl. 290.
Turnkunst, deutsche, hat sich seit dem Jahre iKio,unter dem Professor Iahn in Berlin gebildet. Ber-lin, Perleberg, Wunsterhause» an der Dossa, Frankfurtan der Oder, Potsdam , und mehrere Städte und Dör-fer» haben das belebende Beispiel gegeben. Zu Alton»ist vom i. May i8lS an, von Nicolai eine öffent-liche Turn-Anstalt errichtet. In Meklenburg- Strelitzhat baS Thurnwesen große Fortschritte gemacht. Diedrey gelehrten Schulen von Friedland, Neubrandenburg ,und dem Dom zu Ratzeburg . haben Turnanstalten, dieganz nach dem Muster der Berliner eingerichtet sind.Selbst auf dem Lande giebt es bereits mehrere kleineTurnierplätze. Von allen Preußischen Truppen ist dieBesatzung zu Erfurt eine der ersten, welche die Turnn-. düngen bei sich eingcührt hat. Im Jahr 1816 hat derPrvlessor Iahn auf seinem Turnplätze, als Ziel derLausenden, eine steinerne Säule errichten lassen, dieaus der «inen Seite mit goldenen Buchstaben die Na-