Turnkunst, deutsche
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hat. — Anderseits will man Turnen zu einem ächtdeutschen Worte machen, und dies aus dem angclsäch»fischen turnarrr, aus Notkrr, dem Niebelungenliede,rc. beweise».
Beide Wege führen nicht zu einem sickern Stamme.Im Griechischen haben die Wörter
eine gemeinschaftliche Grundbedeutung des Bil-denS, Rundens durch drehen, drechseln rc.; dazu ge-hört 2-sxvo;, ein Werkzeug zu diesem Behufe ro§r-ki«,das Drechseln, und« selbst -ro^v-i, die Rührkelle. Die-selbe Bedeutung ist in den griechisch-lateinischen Wör-tern tornur , (?Iin. 7, ZZ. VirZil Lcciog. Z, z8.)torno; z. B. 61 s. äs unlvsrs. rg, 6. at^us rta tor-navlr, ur niiiil sMsl possit rotunäius. Die Bedeu-tung drehen, wenden, bat sich bei den nachherigen viel-fachen Veränderungen des SinnS im Latein des Mittel-alter- in den Löchlersprachen desselben erhalten. Soheißt bei Mauritius in der Strategie, torna, dasBefehlswort an die Krieger: Kehre dich! Eine ähnli-che Bedeutung ist in dem Edict des Longobarlschen Kö-nigs Rotburis: tzuanäo earn (tsraw) postxosusrlt,et ss ab sa tornsvsrit. Paulus Diaconus er-zählt D. XVU. eine Geschichte, wo tornars in der Be-deutung umkehren vorkömmt. In dem 6aM. 6a-roli N. äs vlllis 0. 4g. heißt tornator Dresler.Bei Hindmar 0. 14. heißen tornatrlcss Tänzerin-nen. Seltsam genug hat eine Eharte Ludwigs V 9 .vom Jahr H41 vlna tornats, in der Bedeutung ver-dorbener Wein. ötvr>4.) Mit dem Ritser-
wesen bildete sich die Bedeutung vom kriegerischen Roß-tuwmeln, davon nun tornatio so viel als äscursio«Husstris. So 6siron. rnont. 8sren. ü 1175.!n exsrsltlo inilltarj, yuoä vuiZ» tornsauasnlur»