Vieharzneykunst
2»s
danken gehabt. Er ist also nicht neu. In neuern Zei-ten ober ist er besonders von Huygens 1690-, undvorzüglich von Euler 1746 weiter ausgeführt, und sehreinnehmend aus die neuern Entdeckungen über Lichtund Farben angewendet worden. Die Theorie desLichts ist besonders unter dem Namen des Bibra-tionssystems bekannt, und wirb dem newtonscheitEmanaiions- oder Emissionssystem entgegen ge-setzt, nach welchem das Licht als wirkliche Ausflüsse ausdem leuchtenden Körper betrachtet wird. — Gehler.IV. 44z. — Fischer. V. 258.
Vieharzneykunst. Ohnstreitig hat man wohl schon inden ältesten Zeiten seine Aufmerksamkeit auf die Krank-heiten gerichtet, womit das Vieh befallen wurde, undbei gewissen ähnlichen Krankheiten, die sich zwischenMeirichen und Vieh finden, ähnliche Mittet gebraucht,wie man gegen jene gut gesunden hatte, oder wenig-stens gut zu finden meinte. So gab es zuerst eine em-pirische Vieharzneykunst, wie es zuerst eine em-pirische Menfchenarzneykunst gab. Aber die ältestenSchriftsteller, die von den Krankheiten des Viehes re-den, die römischen Schriftsteller über die Landwirthschaft,besonders Columella, der um 42 Jahr nach Eh. G-d.lebte, dann Vegetius , und die vom Kaiser Con-stantin VII. Porphyrogenneta, wie man meint,in ein Werk vereinigten 17 griechischer Schriftsteller überdie Vieharzneykunst, geben Beweis genug ab, daß manselbst in den Zeiten dieser Schriftsteller nicht nur dieVieharzneykunst sehr schätzte, sondern daß man auch da-mals sogar eine, nicht blos empirische, sondern wirklichschon in etwas kunstwäßige Vieharzneykunst hatte. Ausden neuern Zeiten kann man eigentlich keinen Original-schriftsteller vor Carl Ruin», einem bologneser Raths-