Z2» Wachsbleiche
Pflanzensyst. V. 591. — Magaz. all. neuen Ers.
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Wachsbleiche. Gemeiniglich glaubt man, die Erfindungdes Wachsbleichens gehöre den Venedigern; sie mögensie auch wohl in Europa zuerst im Großen genutzt ha-ben; aber schon dir Phönicier und Griechen kannten sie.PliniuS nennet das gebleichte Wachs eeram ^unicam.Zu des DioscorideS Zeiten blätterte man das Wachsdadurch, daß man den Boden eines Topfes erst in kal-tes Wasser, und hernach in das gereinigte und zerlasse-ne Wachs eintauchte, und mit dieser Arbeit fortfuhr,bis alles in dünne Scheibchen gebracht war; «in Ver-fahren, das noch im vorigen Jahrhunderte gebräuchlichwar, wiewohl man statt des Topfes lieber eine Kugel,oder einen Teller zu nehmen pflegte. Zu DioscorideS Zeiten zog man die Wachsscheiben auf Fäden, und hingsie an der Sonne auf, so, daß sie einander nickt be-rührten, und benetzte sie oft mit Wasser. Plinius aber gedenkt schon der Gestelle oder Rahmen, woraufman die Scheiben hinlegte, und er sagt. man fl-chtesie aus Binsen; auch hat er sogar der Tücher gedacht,womit man, wenn es nöthig war, die Gestelle unddas Wachs bedeck-«. Die Körn Maschine ist also ei-ne neue Erfindung, welche auch noch vor wenig Jah-ren, von denen, welche sie hatten, geheim gehaltenward. D-s Wachs prei sen in Siebrnlehn oder Sie-deln, im Erzgebirge , ist schon seit 1595 ein einträglichesGewerbe. Beckm. Techno!. 272. 279.
Wachsfiguren, anatomische s. Anatomische Wachs-figuren.
Wachskerzen. Ein Mittel, wie die Bearbeitung, dieGestalt und die Güte der Wachskerzen verbessert werden