Walzenpresse
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vom Wasser getrieben werden, zu prägen, soll eine ita-lienische Erfindung seyn. Aber es fehlt am Beweise die»ser Behauptung; vielmehr ist es merkwürdig, daß siebereits 1575 zu Halle in Tyivl, im Gebrauche ge-wesen ist. Aus Jnspruck, in Tyrol, ist diese Ma-schine nach Segovia, in Spanien , gekommen, wonoch jetzt das Walzenwerk vom Wasser gekneben wird.Ein solches Walzwerk, welches vom Wasser getriebenwird, sahe im Jahre 158t Montagnein der päbst«lichen Münze zu Rom , und die Mühle, welche Hentz-ner 1599 zu Florenz betrachtete, scheint eben ein solcke-Walzwerk gewesen zu seyn. — Beckm. Technol. 705.
Walzenpresse zum Kattundrucken, ist im Journ. f.Fabr. 1797. März. 204. bekannt gemacht.
Wandelthürme. Eine Vorrichtung bei Belagerungenvor Erfindung des Sckießpulv-rS. Sie waren oft vonungeheurer Größe, hielten zo bis 40 Fuß ins Gevierte,und übertrafen an Höhe nicht allein die Stadtmauern»sondern selbst die Tkürme derselben. Sie wurden vonstarken Balken und Dielen erbauet, die man äußerlichmit Fellen,- auch wohl durch einen Uederzug non Eisen-blech, gegen das Anzünden zu sickern suckie. Sie hat-ten gewöhnlich z Stockwerke. Oden befanden sich dieSckützen und Schleuder«, welche die Mauer unaufhör-lich beschossen. Unlen befand sich zugleich gewöhnlich einWidder, oder ein schwebend aufgehangener Balken,Mit dem man d>e Stadtmauer in ihren Grundfesten zuerschüttern und einzustoßen suchte. Die Kreutz fahre«hallen im Zabre H89 bei der Belagerung von Ptolo«wais z solche Wandelthürme, deren jeder 500 Mannfassen konnt«. — Die Engländer hatten in der Be-lagerung von Riolle im Jahre 1344 zwey solch« Thür-me von z Stockwerken, deren jedes roo SchützenIV, 22