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Vierter Band.
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Waschen

im Wasser, daß er sich gänzlich auSwafchen läßt.Es gi-br auch natürliche Safte, wecke io» wie mrsie finden, seifenartig sind, und also wie künstlicheSeifen angewendet werden können. Dahin gehört dieGalle der Thiere, und der Saft mancher Pflan-zen. Jene ist, so viel man bis jetzt weiß, bei den Altennoch nicht im Gebrauch gewesen; dock beitzte man, schonzu Plinius Zeiten, Hauptflecken mir Galle weg. Ab«seifenartige Pflanzen haben sie zum Waschen gebraucht.In den allerältesten Zeiten scheint jedoch die Reinigungnur dadurch geschehen zu seyn, daß das Zeug im Was-ser» ohne Zusatz gerieben und gestampft worden. -Indessen findet man doch schon des Gebrauchs der Ascheund Aschen lauge in spätern Zeiten zum Waschen er-wähnt, (s. Lauge.) und das mineralische feuerbeständigeLaugensalz, welches die Natur in manchen südlichenLandern darbietet, das nitrurrr der Alten? oder litrum,war langst bekannt und zum Waschen gebräuchlich; des-wegen war der Verbrauch sehr groß in ihren Badern.Strabo erzählt von einem alkalischen Wasser in Arme­ nien , welches zum Waschen der Kleider, sogar von den Ful-lonen gebraucht ward. Aber das wohlfeilste und ge»ringste Waschmittel war der Harn von Menschen und Thie»ren. (s. Harn.) Um Verrath davon zu erhalten, stellten dieWäscher, die Fullonen, große Gefäße an die Ecken derStraßen, und holten solche sd, wenn sie von den Vorü-bergehenden, die sich da entledigen wogten, angeiülltwaren. Bei dem Waschen wurden die Zeuge mit Füßengetreten, so wie es auch noch an einigen Oiten Eng-lands geschiehet, wo der Harn von den Hausbewohner»gesammelt, und den Aufkäufern maaßwsise verkauftwird. Auch von Pflanzen mit seisenartigen Säftenhaben die Alken wenigstens Eine statt der Seift ge-