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Weingebräuche
Dövtien die erste Gegend in Griechenland gewesen sey,wo der Weinstock erneuert wurde. Cadmus, der aufseinen Reisen die Kunst gelernt hatte, de« Weinstock zupflanzen, ließ sich daselbst an der Spitze einer psö-üci-schen Eolonie, 1519 Jabr vor der christlichen Zeitrech-nung, nieder, theilte diese Kunst seinen Unterthanenmit, und führte zu gleicher Zeit den Dienst des Backusein, dem die Tradition der Völker des Orients die Ehreder Erfindung des Weins beilegte. — Goguet. I.104 l<>5. Il 166.einessig s. Weintrauben.
eingebräuche. Vor hundert Jahren geschahe in Frank-reich kein Kauf, ohne daß ein besonderes Weingelb(xot äs vin) dabei ausgesetzt wurde. — Dasjenige,was man von Kindtaufen und Trauungen den Priesterngab, dieß Pfarrwein (via äs Lurs); — die Ge-schenke, die die Braut vor der Hochzeit erhielt, Hoch-zeitwein (via äs Nocs); — was C ienten den Ge.richrsschreibern gaben, hieß vin äs LIsrc stc. Einealte Urkunde vorn berühmten Abt Suger , Regentendes Königreichs, unter Ludwig dem jüngern. setztder Cvllegial-Kirche von St. Paul eine Rente von roStüber und 1 Maaß Wein aus, damit, wie er sagt,die Domherren Gott und dem heiligen Paul, mit wehrGottesfurcht und Munterkeit dienen mögten. — Vers.e. Kulturgesch. rz.
Weingefäße. Nach der Entdeckung des Weins, mußteman auch auf Gefäße denken, ihn aufzubewahren. Die. älteste Einrichtung derselben ist unbekannt. Wahrschein-lich hat man ausgehöhlte und getrocknete Kürbisse al-ler Art, deren sich die Egypter zur Aufbewahrung flüs-siger Materien häufig bedienten, jmgieichen Bambus,die in vielen Ländern die Stellen der Eimer und Ton-