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Vierter Band.
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Windbüchse

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die Rufe des Wildes» z. E. der Hirsche» der Rehe,wilden Schweine, Hasen rc., auch das Geschrey derwilden Gänse, Endten» Tauben rc. nachmachen kann»hat ein Horndrechsler, Georg Grün zu Nürnberg »der 1620 starb» erfunden. Doppelmayr vonnücnberg. Künstl. 296. v. Murr Nürnb. 706.

Windbüchse. Nach Herrn v. Murr (Nürnb. 704.) sollHans Lobsinger zu Nürnberg die Windbüchse im I.1560 erfunden haben. Aber es soll dock» nach Mu-schenbroek, in der Gewehrkammer eines gewissen Herrnvon Schmettau in Deutschland , bereits im Jahr«1474, eine, wiewohl noch sehr unvollkommene Wind-büchse» befindlich gewesen seyn. Im XVII. Jahrhun-dert ist der Gebrauch der Windbüchsen, wegen der ent,deckten mechanischen Eigenschaften der Luft, allgemeinergeworden. Mersenne war der erste, der ihre Einrich-tung, den Gebrauch und die Stärke derselben beschrieb.Die deutschen» und besonders die nürnbergischen Künstler,haben größere, unter dem Namen der Windkanonen,verfertigt, welche Kugeln, bis 4 Pfund schwer, trie-ben, und damit in einer Entfernung von 400 Schrit-ten ein 2 Zoll dickes Brett durchbohrten. Nach Mer-senne hat ein französischer Künstler, Namens Marin,Bürger zu Lifieux in der Normandie , für König Hein-rich IV. eine Windbüchse verfertigt. Gehler. IV.769. Fischer. V. 65z. Doppelmayr vonnürnb. Künstl. 292. Eine besondere Art von Wind-büchsen, womit 5» Mal geschossen werden kann, ohnedaß von neuem Luft eingepumpt zu werden braucht, undwo mit den ersten 20 Schüssen die Kugel noch in ganzungewöhnlicher Entfernung durch ein Brett schlägt, hatder Lyroler Girardami erfunden. Journ. fürFabr. rc. 1802. Aug. 16z. Eine Verbesserung,