Zahlzeichen
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Schulgeheiwniß, bis sie endlich durch die Araber, ab«erst looo Jahre nach Christi Geburt » zum zweyten Ma-le nach Europa gebracht, und seitdem von Spanien aus. nach und nach unter den Europäern verbreitet wor-den sind. Griechen und Römer baden unsre Ziefernnickt in der jetzigen Art gebraucht. Welches Volk siezuerst gebraucht hat läßt sich nickt mit Gewißheit ausma,chen. Von den Indern leiten sie die ältesten, uns be-kannten Schriftsteller her, ein arabischer Commentatorüber ein Gedickt des Poeten Tograi, und ein griechi-scher Mönch Planudes , HuetiuS, Siegfried,Wlnterfeld und Arckenholz halten diese Figuren,dir wir arabische nenne», für griechischen Uriprungs,und Reimman muthmaßt sogar, daß sie wohl ponden Drutscheü, auS ihren Buchstaben gebildet seyn könn-ten. Nach Kästn er hat Europa die Ziefern von denArabern gelernt. Italienischer Handel mit bey» Morgen-lande, Kreuzzüge, und Aufenthalt der Mohren in Spa-nien , lassen sich als die Gelegenheiten dazu denken.Gerbert, der als Papst Sylvester II. 100Z gestor-den ist, scheint unter den ersten zu s.yn, die sie ausSpanien gehöhlt haben. Wir früh aber auch in denAbendländern, Ziefern unter den Mathematikern mögenbekannt gewesen seyn, so findet man sie doch noch lan.ge nicht, außer Gebrauche zur Mathematik, in Denk-mahlen, die auf uns gekommen sind. Nach Galle-rer erschienen in öffentlichen Aufschpiften die Ziefernvom XIV. Jahrhundert an, aber in Urkunden höchstselten vor dem XV. Auch wird häufig von einer Zahlein Theil mit Worten, der andere mit römischen Zahl-zeichen ausgedrückt; Zirsern find ihm unter taufendenvon U,künden, deren Originale er in Händen gehabt,zuerst 15»/ vorgekommen; nach der Mitte dieses Jahr-