Zaubergemählbe
401
Zaubergemählbe, dies elektrische Werkzeug ist gewöhn-lich unter dem Namen des Frank! inischen Zauber,gemähldes bekannt. Nach Frank lins eignem Be-richte ist aber KinnerSley der Erfinder. — GehlerIV. 8zy- Fischer. V. 7:4.
Zauberkunst s. Magie.
Zauberlaterne. (I-atsrns rrisZics.) Für den Erfinderderselben wird der Jesuit Athanasius Kircher zwarsäst allgemein gehalten, und solche Erfindung ums Jahr1646 gesetzt. Aber beides wird doch auch von andernnoch nicht so ganz mit Gewißheit angenommen. In derMitte des XVU. Jahrhunderts hat schon der berühmteKünstler Griendel ab Ach dergleichen verfertigt undverkauft. Kircher giebt vor, daß er sie erfunden habe»und daß ein Däne, Namens Walpenstein seine Er-findung in eine bessere Form gebracht, und mit großemGewinn verkauft hätte. Dechales hat dergleichen 1665bei einem durch Lyon reisenden Gelehrten gesehen. DaSchott ihrer 1657 noch nicht gedenkt, so muß sie zuder Zeit noch etwas ganz neues gewesen seyn. Selbstzu der Zeit, als Griendel mir Zauberlaternen han»delte, wurde deren Verfertigung noch geheim gehalten.
Kohlhans gab 1677 die Beschreibung der Zauber»laterne in mehrern fremden Sprachen heraus. Zahnlehrte 1685 ihre Struktur, und that manches neuehinzu. Sturm (geb. 1635, gest. 1703.) vermehrtenachher die Wirkungen dieser Laterne mit einem nruenZusätze, indem er ein« Nachtuhr herausbrachte, biederLaterne an Anbringung der Bilder nicht hinderlich war.Ereiling (geb. 1673, gest. 1752.) erwog 1713 dieErscheinungen der Laterne auf eine neue Art. Aber diewichtigste Verbesserung rührt vom Professor Ehrender»ger in Jena 1713 her, der die Bilder beweglich ge-IV. 2Ü