Band 
Vierter Band.
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Zeitungen

den ist. Diejenigen, welchen ihre Besorgung aufgetra-gen ist, dürfen sich nicht unterstehen, das Geringst«,selbst nicht ihre eignen Anmerkungen hinzu zu setzen»ohne dafür an Leib und Leben gestraft zu werden.Die chinesische Zeitung enthalt alle öffentlichen An-gelegenheiten und Vorfälle des Landes. Sie ist eineSammlung, wo man die Memoriale an den Kaiser,die Bittschriften, die ihm überreicht worden sind, dieAntworten, die er darauf gegeben hat, die neuen Ver-ordnungen und Gnadenbezeugungen aufgezeichnet findet,die er den Mandarinen, oder dem Volke angedeihenläßt. Diese Zeitung macht jährlich mehr als zoo kleineBände, oder Broschüren aus.

Zn Italien war Venedig der erste Staat, wel-cher eine Zeitung besaß, wozu die ehemalige ausgeben,tete Handlung der Venetianer» noch mehr aber die Neu-begierde, welche man gern von einheimischen Dingenabziehen wollte, Gelegenheit gab. Daher wurde aufdem Rathhause «in Blatt voll auswärtiger Neuigkeitengeschrieben, und vertheilt. Ein solches Blatt kostete eineGazetta, (eine kleine Münze, etwa einen Dreyeram Werthe,) daher ist der Name 6s2stts für Zeitungentstanden.

In Paris schrieb Theophrast Renaudot, einArzt, (gest. 1653.) wöchentliche Zeitungen.Sie nahmen ihren Anfang 1631. Tag und Nacht spür-te er allen Neuigkeiten nach, ging fleißig aus, zogKundschaft ein, und unterhielt seine Kranken mit Anek-doten. Schon beim sechsten Stück dieser Zeitungen,worin er seine Neuigkeiten drucken ließ, ließ er sich,wegen des großen Beifalls, den sie erhielten, ein königl..Privilegium darüber ertheilen. Er eignete den erstenJahrgang Ludwig XIV. zu. Dieser erste Band führt