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So blieb es denn bei Versuchen, den gegenwärtigen Zustandaufrecht zu erhalten. Allein diese Versuche, denen die Stützeeiner mächtigen Hand fehlte, führten zu nichts. Als der Zeit-punkt kam, da die Eidgenossen zur Eroberung des Aargausschritten, stand er fast ungeeint und wehrlos da, den Siegerneine leichte Beute.
Die drei Landesteile.
(Bon 1415-1798.)
(^->s war im Frühling des Jahres 1415, als sich den Eid-genossen die Gelegenheit zur Eroberung des Aargausbot, beiden Teilen ganz unerwartet und überraschend,
Das war so gekommen.
Im Laufe des verflossenen 14. Jahrhunderts hatten schwereWirren die Kirche erschüttert; sie sah sich vielfach angegriffen,ihrer Einheit drohte eine gefährliche Spaltung und neuerlichwaren auch Männer aufgetreten, die sich gegen ihre Lehren undihre Einrichtung wendeten: so in England und dann auch inBöhmen . Schon hatte auch eine Kirchenversammlung zu Pisa 1409 sich gegen die beiden Päpste, den von Rom und den vonAvignon , ausgesprochen und selbst einen Papst erwählt. Daaber die beiden andern vor diesem neuen Oberhaupte nicht zurück-treten wollten, so waren dadurch die Schwierigkeiten nur ver-mehrt worden. All diesen streitigen Angelegenheiten sollte nunein neues Konzil, das auf König Sigismunds Betreiben 1414in Konstanz zusammentrat, ein Ende machen. Eine glänzendeVersammlung geistlicher und weltlicher Herren, wie man sie