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Wohnungen in den Dorfschaften abgebrannt, die andern Häuserwaren stark beschädigt, sämtliche Kirchen (die von Herznach undHornussen ausgenommen) zerstört und alle Glocken und Uhrengeraubt. Von einer Ernte war keine Rede, darum kann manin den Dörfern auch nicht einen Tester Frucht kaufen; für dasAnsäen der Felder ist es zu spät und dazu hat der arme Bauers-mann weder Roß und Pflug, noch Wagen und Geschirr."
Das Jahr 1634 war das düsterste für das Fricktal in diesenschlimmen Zeiten. Aber das Leiden war noch nicht zu Ende.Nach dem Tage von Nördlingen stellte die französische Regierungein Heer zur Unterstützung der Schweden ins Feld, das unterdem Befehle des protestantischen Herzogs Bernhard von Weimar für Frankreich das Elsaß erobern sollte. Im Januar 1638 zogdieser Feldherr von Basel aus, um die Rheinpässe am Schwarz-walde wieder zu gewinnen. An dem wieder festbewehrten Rhein felden vorbeiziehend, gelangte er nach Stein, wo er den Rhein auf Kähnen überschritt. Das unverteidigte Städtchen Säckingenfiel ihm sogleich in die Hände und ebenso durch Überrumpe-lung Laufenburg mit seiner Brücke, und Waldshut . Jetzt erstmachte er sich an die Belagerung Rheinseldens, das am 2. Februarumschlossen, vom 10. an bombardiert wurde. Diesmal kamHilfe im rechten Augenblicke. Eben als Herzog Bernhard sicham 28. Februar zum Sturme anschicken wollte, traf ein kaiser-liches Heer unter dem Herzog Savello und dem tüchtigen bay-rischen Reiterführer Johann von Werth ein und warf den Be-lagerer nach heftigem Reitergefechte aus Lausenburg zurück.Aber schon nach wenigen Tagen kam er unerwartet wieder vorRheinfelden , überraschte das kaiserliche Heer und zersprengte es(3. März). Die sämtlichen höhern Offiziere der Kaiserlichen,auch die beiden Führer, fielen ihm in die Hände, doch verlorauch der unter seinen Fahnen fechtende Herzog Rohan das Leben.Sofort erneuerte der siegreiche Feldherr die Belagerung vonRheinfelden , aber erst am 23. März wurde die Stadt übergeben.Die Besatzung durfte frei nach Breisach abziehen. Herzog Bern-