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Versammlung des Kantons Aargau " und wählten zu ihremPräsidenten den Stadtschreiber Ringier von Zosingeu.
Das ist die erste Volksvertretung, welche dasaargauische Volk sich hat geben dürfen, freilich mitder Einschränkung, daß sie nur die Abgeordneten des ehemaligenWerner Aargaus umfaßte und nur von ganz kurzer Lebens-dauer war.
Diese Nationalversammlung gab dem jungen Staate zu-nächst eine provisorische Regierung. Dann erließ sie eine Dankes-botschaft an die Große Nation, welche die Bürger von denFesseln der Aristokratie befreit habe. Am 26. März nahm siemit Einhelligkeit die helvetische Verfassung an und beschloß, dieKantonsbürger in Urversammlungen ebenfalls über deren An-nahme abstimmen zu lassen.
Nachdem auch noch die Farben rot, weiß und schwarz zurBildung der Nationalkokarde bestimmt worden waren, ging diesedenkwürdige aargauische Nationalversammlung am 27. Märzauseinander.
In den Freien Ämtern und der Grafschaft Baden hatten sichsogleich nach der Ablösung von der Herrschaft provisorische Re-gierungen gebildet. Das Volk war in seinen Zuneigungen ge-teilter Ansicht: die meisten erwarteten von der Zukunft allesGute und halsen voller Begeisterung die Freiheitsbäume errichten.Der Gedanke jedoch, mit Baden zusammen einen Kanton zu bilden,gefiel den Freiämtlern, namentlich des obern Teils, keineswegs.Sie hatten gehofft, ein selbständiges Staatswesen im Staatebilden zu können oder doch dann mit Zug vereinigt zu werden,mit dem sie von jeher in engerer Verbindung gestanden hatten.In Baden war natürlich große Freude, den Sitz einer Kantons-regierung und -Verwaltung in den eigenen Mauern zu sehen.Die Proklamation vom 28. März machte jedoch diesem Traumeein rasches Ende. Ihr folgte die Aufforderung auf dem Fuße,die Wahlmänner der drei Teile des neuen Kantons Zug wählenzu lassen, die in Mellingen den Kanton organisieren und