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Mann am Born, zur Abwehr bereit. Doch ging auch diesmaldie Gefahr glücklich vorüber.
Allein Bern gab das Spiel trotz allem nicht verloren. Esfuhr fort, die Bevölkerung der ehemaligen bernischen Ämter desAargaus (denn um diese handelte es sich) auf alle Arten zubearbeiten, erreichte aber nur, daß die Stimmung im Kantoneimmer entschiedener, immer erregter wurde. Neue Truppen-aufgebote Berns riefen im Aargau der gleichen Anordnung,Auf eine Anregung der Gemeinden in den bedrohten Bezirkengestattete die Regierung am 10. August die Bildung eines Frei korps der zweiten Reserve in der Stärke von vier KompagnienArtillerie, einem Reiterkorps, fünf Scharfschützen- und fünfzigJnfanteriekompagnien, die der Kriegsrat, so weit nötig, be-waffnete. Die aargauische Kokarde und ein grünes Band amArme kennzeichnete diese Truppe. Zugleich traf man mit derwaadtländischen Regierung, die einen Gesandten nach Aarau schickte, Verabredungen zu gemeinschaftlicher Aktion. Renggerverteidigte in einer meisterlichen Flugschrift feinen Kanton undwies die Ansprüche Berns zurück.
Unter dem Eindrucke von Unruhen im eigenen Gebiet ließsich Bern zu Unterhandlungen mit Waadt und Aargau herbei,die zu Murten stattfanden, aber zu keinem Resultate führten.Höchstens zeigte sich Bern geneigt, die Waadt fallen zu lassen, umdesto sicherer auf den Aargau hoffen zu können. Hier verbreitetesich das Gerücht, man wolle Bern durch die Abtretung Zofingensbefriedigen. Dies hatte einen feierlichen Protest des ganzenBezirks zur Folge, und in Aarburg bildete sich aus etwa 600Freiwilligen eine erste Legion, die sich dem kantonalen Kriegs-rate zur Verfügung stellte.
Inzwischen aber hatte der Aargau ein deutliches Zeichenseiner Gesinnung dadurch kund gegeben, daß am 4. Juli 1814 derGroße Rat mit 112 gegen nur 14 Stimmen die nun vollendeteneue Verfassung annahm; die Verwerfenden stammten nur zumkleinsten Teile aus dem ehemaligen Bernergebiet.
Geschichte des Aargaus.
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