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Historische Festschrift für die Centenar-Feier des Kantons Aargau 1903, verfasst im Auftrage der Centenarfeierkommission : die Geschichte des Aargaus, dem aargauischen Volke erzählt / von Ernst Zschokke
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fahrt und den Anstalten, welche dieselbe begründen, ungeteiltbeschäftigen können," War das erste eine allzu ideale Aus-legung der tatsächlichen Verhältnisse, so hat doch im zweitenPunkt die Regierung gesucht, ihr Versprechen wahr zu machen.

Den Folgen der Kriegszeit, Teuerung und Krankheiten suchteman durch geeignete Maßregeln zu begegnen: durch Schutz gegenWucherpreise von Getreide und Kartoffeln, durch Einführungeiner sorgfältigen Schutzpockenimpfung, Die unzulänglichen mili-tärischen Einrichtungen, deren Mangelhaftigkeit die vielenTruppenaufgebote der letzten Jahre aufs eindringlichste dar-getan hatten, wurden verbessert. Man errichtete 1816 eine voll-ständige Kantonsmiliz mit den nötigen Stäben und allen Trup-pengattungen und trug der dringenden Notwendigkeit bessererInstruktion Rechnung. Die Bewaffnung ging auf Kosten desMannes, die Uniformierung leistete der Staat. Die Elite be-stand aus einem Kantonsstab, sechs Kompagnien Artillerie, einerKompagnie Pontonniere, einer Kompagnie Pioniere, drei Kom-pagnien Trains, einer Schwadron leichte Reiterei, elf halbeKompagnien Scharfschützen ; sieben Bataillone Infanterie, einemPostläuferkorps, Das Bataillon hatte eine Grenadier-, eineleichte Schützen- oder Jägerkompagnie und vier Füsilierkompagnien,jede zu 155 Mann. Zum eidgenössischen Auszug hatte der Kan­ ton 2410 Mann zu stellen; die Truppen wechselten hiefür allezwei Jahre ab, Neue Verbesserungen fügte eine Militärver-ordnung von 1829 hinzu.

Nachdem seit Napoleons Sturze die Zwangsstellungen von Sol-daten für Frankreich aufgehört hatten, begannen jetzt freilich auchwieder auf Grund der von den Kantonen abgeschlossenen Kapitu-lationen die freien Werbungen. Aargau schloß zusammen mit an-dern Kantonen solche Militärverträge mit Frankreich und Holland ab und gestattete Werbungen dort für drei bis vier, hier für etwasiebenKompagnien. Man stellte ein besonderesWerbereglement aufund übertrug die Aufsicht über das Werbewesen einer Kommission.

Auch auf dem Gebiete der Schule wurden Verbesserungenangestrebt. Die Verhältnisse der 1813 zur staatlichen Anstalt