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Bon Wohlen ritt jetzt Fischer unzufrieden nach Hanse, ge-dachte aber selbst auch den Plan, nach Aarau zu ziehen, fallenzu lassen. Doch gelang es seinen stürmischen Genossen, ihn nichtnur znr Umkehr, sondern zur Übernahme der Führerschaft zubewegen. Nun ergingen die Ausgebote durch's Freiamt , nachBaden, bis ins Fricktal; es konstituierte sich ein Kriegsrat.
In Aarau hatte die Regierung durch ihre Beamten in denBezirken Kenntnis von dem beginnenden Ausstände erhalten.Sie wies, wohl zu spät, die Oberamtmänner in Muri undBremgarten an, schriftliche Beweise gegen die Haupträdelsführerzu sammeln, und ordnete das Aufgebot der Elite an, derenKommando sie in die Hände des Obersten Schmiel legte. Alsjedoch die Mannschaften den Marschbefehlen nur in spärlicherZahl Folge leisteten und von den Eingerückten ein Teil wiederheimkehrte, ein Teil nur ungern bei der Fahne blieb, wurdeauch noch die Landwehr einberufen. Seit dem 4. Dezemberbefand sich der Oberstleutnant Fetzer mit einigen Truppen undzwei Geschützen in Lenzburg , um die Milizen aus jener Gegendeinzuberufen und aufzunehmen. Allein der Erfolg war höchstgering; die Leute wurden immer schwieriger, manche liefen da-von und niemand zeigte große Lust, gegen die Aufständischenzu kämpfen, mit denen eben doch so Viele im Grunde des Herzensgleicher Ansicht waren und über deren Stärke und Bewegungenbeständig die beunruhigendsten Nachrichten, freilich oft starkübertrieben, einliefen. Schon am zweiten Tage hatten die Ka-nonen keine Bedienungsmannschaft mehr, und Fetzer mußte sienach Aarau zurückschicken.
Die Stimmung der Regierungstruppen blieb den Freiämternnicht verborgen und machte einen tiefen Eindruck. In großenScharen fanden sie sich Sonntag den 5. Dezember in Wohlen und Villmergen ein und beschlossen, andern Tags nach Aarau zu ziehen. Freilich fehlte es nicht an Männern, welche abrietenund zu beruhigen versuchten, wie der Amtmann Geißmann; dochmußten sie der Sache ihren Laus lassen und sahen sich sogargenötigt, selbst mitzuziehen.