den Obersten Friedrich Freh-Herosö mit dem Oberbefehl.An die Nachbarkantone Zürich , Baselland und Bern erging dieMahnung zum eidgenössischen Aufsehen und zugleich wurde derGroße Rat einberufen.
Am Morgen des 11. Januar erschienen die Milizen anihren Besammlungsorten Aarau und Lenzburg . Von allenSeiten verlangte man Munition: sie mußte von der FestungAarburg her geholt werden und kam erst spät in die Hände
der Truppen.
Noch am näm-lichen Vormittagerückten die in Lenz burg versammel-ten Truppen gegendas Frei am t ab.
Sie gelangtenohne Widerstandbis gegen Vill-m ergen. Hier ausdem Felde, dasschon zweimal Eid-genossen unter denWaffen hatte ein-ander entgegen-treten sehen, kames zum Kampfe.Die Aufständischen hatten von allen Seiten her Zuzug erhalten undwaren vor dem Dorfe etwa 1800 Mann stark ausgestellt. DieGlocken im Villmerger Kirchtürme läuteten Sturm, und dahineinmengte sich das Knallen der Flinten und der Geschützdonner. DieArtillerie unter Major Sauerländer nahm den Kirchturm zumZiele, und bald verstummte auch das Geläute. Eine Stundeetwa Hielt das Gefecht an, dann zogen die Aufständischen sichzurück und begannen sich zu zerstreuen. Die Truppen rückten
Friedrich Frch-Herosü von Aara». 1801—1873.
Nach einem Bilde im Besitze des Herrn Frey-Herzog in Aaran.