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Ausbildung der Truppen wachten die kantonalen Waffenchefsder Infanterie, der Schützen, der Kavallerie, der Artillerie, desGenie. Die Eidgenossenschaft stellte die nötigen Dienstvorschriftenauf und ließ auch die kantonalen Truppen durch ihre In-spektoren in Augenschein nehmen. Um die Mitte der VierzigerJahre hatte Oberst David Zimmerli die Blicke des GroßenRates auf die schlimmen gesundheitsschädlichen Zustände deralten Kaserne aufmerksam gemacht. Man unternahm die Er-
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richtung eines neuen Gebäudes und 1849 wurde die neueJnfanteriekaserne in Aarau bezogen. Den Feuerwerkernerrichtete man 1860 .ein Laboratorium im Schachen , undim gleichen Jahre wurde die Infanterie mit gezogenen Ge-wehren, 1869 70 mit dem Hinterlader bewaffnet. Die Bundes-verfassung von 1874 nahm dem Kantone die letzten kantonalenTruppen; damit sielen auch die beiden kantonalen Feldmusiken,jede ungefähr 40 Mann stark, dahin, und ebenso das 3—400Mann zählende Postläuferkorps. Dagegen behielt man diekantonalen Waffenchefs noch etwa ein Jahrzehnt lang bei. Der