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Die neue Zeit.
Siegcsnachricht in Jubel aus: „Hochgelebt sei der Herr der Heer-scharen, der unsern König aus der Enge herausgerissen hat!" (Gleich-zeitig sprach Bodiner ein vernünftiges Won über Friedrichs Stellungzur deutschen Literatur: „Des Königs Berachtnng gegen die Poesieder Deutschen hat gewiß nur den Grund, daß er diese Sprache nichtversteht; er hat sie nicht gelernt und was für Werke sollten ihn inseiner Jugend bewogen haben, sie zu lernen?" (2i). Mär; 1756.)
Eng mit Snlzer sowohl als mit Bodiner verbunden war derwackere Wiutcrthurer Schnlrcktvr Martin Künzli (1700—1765),Mitarbeiter an den Züricher „Freimüthigen Nachrichten" und anBodmers „Neuen kritischen Briefen." 1746 trat er unter dein NamenMagister Kinderlieb als humoristischer Satiriker, zugleich als Ber-teidigcr der Snlzerschcn Schrift von der Erziehung und Unterweisungdrr Kinder auf. Dieser suchte ihn nach Bcrtin zu ziehen. Um Jahre1753 weilte Künzli einige Wochen daselbst und machte in dem damaligenZwist Bodmers mit Mopstock Stinimung für den ersteren und fürden in Zürich weilenden Wicland. 1755 bewarb er sich, wohl aufSnlzers Antrieb, um jenen von der Berliner Akademie ausgesetztenPreis, welcher die Lessing-Mcndclchohnsche Abhandlung „Pope ein Meta-phhsikcr" bervorgerufen; seine Lösung der Aufgabe erhielt jedoch mitzwei ander« bloß das Aeeessii, ein Umstand, der nachmals seine FreundeWicland und Wascr zu einer scharfen Beurteilung der preisgekröntenSchrift Reinhards veranlaßte.
Zu Bodmers litccarijchcn Waiiderapostrln gehörte auch SnlzcrsBiograph, der spätere Züricher Sradtarzt und gemeinnützige Schrift-steller Johann Caspar Hirzel i l725—1603), welcher 1746 zuseiner praktischen Ausbildung ein Jahr bei Hofrat Arndt in Potsdam zubrachte und dort bekanntlich zärtliche Freundschaft mit ChristianEwald .von Kleist schloß, das arkadische Ehepaar im Pfarrhaus zuTäublingen, (Mim, Hagedorn u. a. besuchte, und in diesen Kreisen fürdie Sache seines Lehrers, der ihm nachher so wenig Dank wußte, zuwirken strebte. Gegen keinen seiner Bekannten kehrte Bodmcr seine Launenstärker heraus. Heute nannte er Hirzel einen aufgeweckten Menschen,„so offenherzig als der Himmel in den Sommertagen", morgen spotteteer über den „D-ekror Thcriak." Hirzel ist später zusammen mit seinemKleinjogg, den er in dem weit verbreiteten Buche „die Wirthschafteines philosophischen Bauers" (1761) zum Gegenstände einer all-gemeinen Schwärmerei machte, zu literarischer Berühmtheit gekommen.Klopstock schalt ihn „zweisectig" und Goethe schrieb an Lavatrr dasharte Wort: „Es ist mir scheußlich, was dieser Mensch von sich gibt."Dies galt der gemachten, phrasentricfenden, sentimentalen Rhetorik
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